NRW-Städte fordern großzügige Hitzefrei-Regelung wegen Maskenpflicht an Schulen

Hitze

Der NRW-Städtetag unterstützt die strenge Maskenpflicht zum Schuljahresbeginn, fordert aber Erleichterungen im Corona-Sommer für Schüler: So sollte die Hitzefrei-Regelung überarbeitet werden.

Köln/Düsseldorf

10.08.2020, 06:24 Uhr / Lesedauer: 2 min
NRW-Städte fordern großzügige Hitzefrei-Regelung wegen Maskenpflicht an Schulen

© picture alliance/dpa

Der Städtetag Nordrhein-Westfalen unterstützt grundsätzlich die Maskenpflicht zum Schuljahresbeginn, fordert aber praxistaugliche Erleichterungen. „An heißen Sommertagen brauchen wir dann großzügigere Hitze-Freie-Entscheidungen“, sagte der Vorsitzende des Städtetags, Pit Clausen, der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf.

Maskenpflicht in Schulen: Schultag durch Hitze erschwert

Auch die Landesschülervertretung fordert, dass Hitzefrei in Zeiten coronabedingter Maskenpflicht nun auch für Oberstufenschüler gelten müsste. Die Hitze setze schließlich nicht nur Schülern der Sekundarstufe I zu, argumentieren sie. Bislang sieht der Hitzefrei-Erlass der Landesregierung hitzefrei für die Oberstufe nicht vor.

In Grundschulen und in der Sekundarstufe I entscheiden die Schulleiter über die Befreiung. Im Erlass heißt es: „Als Anhaltspunkt ist von einer Raumtemperatur von mehr als 27 Grad Celsius auszugehen. Beträgt die Raumtemperatur weniger als 25 Grad Celsius, darf Hitzefrei nicht erteilt werden.“

Zum Schulstart gilt in NRW ab Mittwoch Maskenpflicht in allen Schulgebäuden und auf dem Gelände - in weiterführenden und berufsbildenden Schulen sogar im Unterricht. Diese strenge Regelung gibt es bislang nur in NRW. Schule mit Maske sei in jedem Fall besser als gar keine Schule, unterstrich der Städtetagsvorsitzende und Bielefelder Oberbürgermeister Pit Clausen.

"Wir sind in den Städten auf den Schulstart gut vorbereitet"

„Wir sind in den Städten auf den Schulstart gut vorbereitet. Die Schulträger haben sich um den Infektionsschutz in den Schulen gekümmert.“ Es fehle aber eine gemeinsame Strategie von Land und Kommunen für das digitale Lehren und Lernen, stellte Clausen fest. „Bei der Vermittlung digitaler Kompetenzen darf nicht jede Schule ihre eigene Suppe kochen.“

Pädagogische Vorgaben und technische Standards für die verschiedenen Schulformen müssten klar sein. Zwar sei zu begrüßen, dass das Land die Laptops und Tablets für Lehrkräfte finanziere. Es sei aber nicht geklärt, ob auch Mittel für die Wartung und für Ersatzgeräte übernommen würden.

In den vergangenen Monaten sei zwischen Schulministerium und Kommunen „nicht alles rund gelaufen“, bilanzierte Clausen. Daher biete der Städtetag nun Gespräche an, um Differenzen im Interesse der Schüler auszuräumen.

dpa

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