NRW-Ministerium: Impfstoff-Lagerbestände Ende der Woche leer - und RKI-Daten nicht aktuell

Corona-Impfung

Auf den Vorwurf, dass das Land Impfdosen zurückhalte, reagierte die Regierung prompt: Zum Wochenende seien die Lager leer. Und: Laut des Ministeriums seien die Impfdaten des RKI nicht aktuell.

24.03.2021, 21:16 Uhr / Lesedauer: 1 min
Laut des Ministeriums gebe es in NRW keinen Vorrat an Impfstoff - und die Impfdaten des RKI seien nicht aktuell.

Laut des Ministeriums gebe es in NRW keinen Vorrat an Impfstoff - und die Impfdaten des RKI seien nicht aktuell. © picture alliance/dpa

Das NRW-Gesundheitsministerium hat dem Vorwurf widersprochen, dass das Land Impfdosen „auf Halde“ habe. In Bezug auf die Wirkstoffe von Astrazeneca und Moderna sei davon auszugehen, „dass das Lager Ende der Woche leer sein wird“, teilte das Gesundheitsministerium am Mittwoch mit. Die Reserve an Biontech-Impfstoff schmelze ebenfalls - unter anderem durch 279 000 ausstehende Zweitimpfungen.

„Es werden keine Impfdosen grundlos „auf Halde behalten““, sagte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) laut Mitteilung: „Tagtäglich werden Impfdosen im Land verteilt, sodass es immer wieder vorkommt, dass eine bestimmte Menge an Impfdosen kurze Zeit im Landeslager verbleibt, bis diese abgerufen wird.“

„Verzögerung der Datenübermittlung“ - RKI-Impfdaten stimmen nicht

Die im Internet einsehbaren Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) zum Impffortschritt bildeten laut Ministerium durch „Verzögerungen in der Datenübermittlung“ nicht den tatsächlichen Stand ab. Laut der RKI-Tabelle lag NRW am Mittwoch mit einer Impfquote von 9,0 Prozent (mindestens Erstimpfung) auf dem drittletzten Platz aller Bundesländer.

Das Bundesgesundheitsministerium rechnet damit, dass die Lieferung von Corona-Impfstoff nach Ostern deutlich anzieht. Wie am Dienstag aus einer Prognose des Ministeriums hervorging, könnten deutschlandweit allein vom 5. April bis 1. Mai bis zu 15,3 Millionen Dosen Impfstoff hinzukommen. In NRW soll ebenfalls in den ersten April-Tagen der Übergang der Impfungen in die Hausarztpraxen kommen, wie Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Mittwoch im Landtag ankündigte.

dpa

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