Notfallkoffer erleichtern Behandlung von Kindern – 220.000 Euro investiert

Rettungswesen

Der Kreis Borken und die Stadt Bocholt haben rund 220.000 Euro investiert, um mit diesem Geld 31 sogenannte Paed-Kits für ihre Rettungs- und Notarztwagen anzuschaffen und ihr Personal im Umgang mit den Kindernotfallkoffern zu schulen.

Kreis Borken

21.02.2021, 15:31 Uhr / Lesedauer: 1 min
Den neuen Kindernotfallkoffer präsentierten: (hinten von links): Christine Neuendorf und Matthias Rekowski (beide Deutsches Institut für Katastrophenmedizin), André Garwer (Rettungsdienst Kreis Borken), Thomas Deckers (Leiter Feuerwehr Bocholt), Carsten Thien (Fachabteilungsleiter Rettungsdienst) sowie vorne von links: Dr. Stefan Gromer (Institut für Katastrophenmedizin), Timo Joormann (Rettungsdienst Feuerwehr Bocholt), Hanjo Groetschel (Leiter Rettungsdienst), Ralf Thesker (Leiter Rettungswach

Den neuen Kindernotfallkoffer präsentierten: (hinten von links): Christine Neuendorf und Matthias Rekowski (beide Deutsches Institut für Katastrophenmedizin), André Garwer (Rettungsdienst Kreis Borken), Thomas Deckers (Leiter Feuerwehr Bocholt), Carsten Thien (Fachabteilungsleiter Rettungsdienst) sowie vorne von links: Dr. Stefan Gromer (Institut für Katastrophenmedizin), Timo Joormann (Rettungsdienst Feuerwehr Bocholt), Hanjo Groetschel (Leiter Rettungsdienst), Ralf Thesker (Leiter Rettungswache Stadtlohn), Landrat Dr. Kai Zwicker und Kreisordnungsdezernentin Dr. Elisabeth Schwenzow. © Kreis Borken

Kinder sind keine kleinen Erwachsenen. Und weil das auch im medizinischen Bereich gilt, brauchen Kinder in lebensbedrohlichen Notfällen auch eine besondere medizinische Betreuung. Aus diesem Grund haben jetzt der Kreis Borken und die Stadt Bocholt rund 220.000 Euro investiert, um mit diesem Geld 31 sogenannte Paed-Kits für ihre Rettungs- und Notarztwagen anzuschaffen und ihr Personal im Umgang mit den Kindernotfallkoffern zu schulen.

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Die Idee für so ein Paed-Kit (Paed steht für Pädiatrie, also die Kinderheilkunde) stammt von einer Arbeitsgruppe aus Kinderärzten und Kinderintensivmedizinern, Anästhesisten, Notärzten und Mitarbeitern im Rettungsdienst, so der Kreis Borken in einer Pressemitteilung.

In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Institut für Katastrophenmedizin Tübingen, der Universitätsklinik Tübingen und dem Hanauer Kinderhospital ist daraufhin das sogenannte Paed-Kit entstanden. Solche standardisierten Hilfsmittel gäben dem eingesetzten Personal größtmögliche Sicherheit, heißt es in einer Pressemitteilung des Kreises. Solche Kits enthalten nach Angaben des Herstellers eigens auf die Größe von Kindern zugeschnittene Hilfsmittel wie Sauerstoffmasken und Beatmungsbeutel, Medikamente und andere Dinge wie Spritzen und Messgeräte.

Notfallkoffer haben speziellen Inhalt

„Damit verbessern wir im Rettungsdienst die Versorgung von Kindernotfällen maßgeblich“, freute sich Landrat Dr. Kai Zwicker bei der Übergabe der Koffer. „Wir sind froh, dass wir jetzt kreisweit diese Notfallkoffer haben. Mit diesen führen wir auch ein auf neusten Erkenntnissen basiertes System der Versorgung von Kindernotfällen ein“, ergänzt Hanjo Groetschel, Ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes des Kreises Borken. Das erleichtere die Arbeit in einem Notfall erheblich.

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Im Team sollen jetzt mit dem angeschafften neuen Equipment diese glücklicherweise seltenen Notfälle intensiv trainiert werden. Dazu erhalten alle Mitarbeiter der Rettungsdienste einen Kursus zur pädiatrischen Notfallversorgung. Geschult werden dabei nach Angaben des Kreises alle, die an der Versorgung von pädiatrischen Notfallpatienten bis zum Eintreffen im Krankenhaus beteiligt sind, etwa Rettungssanitäter, Rettungsassistenten sowie Notfallsanitäter und Notärzte.

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