Nordkirchener Schützenkönig: "Es war genial"

Heinz August Spinne

Die Nordkirchener Bürgerschützen ermitteln in der kommenden Woche ihren neuen König. Im Interview mit unserer Mitarbeiterin Antje Pflips erzählt Heinz August Spinne, wie er seine Regentschaft erlebt hat: Wie war das Gefühl im Mittelpunkt zu stehen? Und kann er sich vorstellen, irgendwann Kaiser zu werden?

NORDKIRCHEN

, 04.08.2017, 07:19 Uhr / Lesedauer: 2 min
Nordkirchener Schützenkönig: "Es war genial"

Das neue Königspaar in Nordkirchen: Heinz August Spinne und Simone Möller.

Herr Spinne, freuen Sie sich, dass es bald wieder so weit ist?

Ich blicke mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf das nächste Schützenfest.

Wie war es, als feststand, dass Sie Schützenkönig geworden sind?

Ich hatte das schon vor vier Jahren geplant. Leider hat es damals nicht geklappt. Aber 2015 war es dann so weit. Es war genial. Ich kann sagen: Es war der schönste Tag meines Lebens.

Wie hat das Ihr Arbeitgeber aufgefasst?

Der hat mir eine Woche Urlaub gewährt für die Königswürde. Die Kollegen haben mich beim Arbeitsantritt alle mit „König“ begrüßt.

Haben Sie sich denn besonders auf das Schießen vorbereitet?

Vom Königsball meines Vorgängers, der einen Tag davor stattfand, bin ich extra früh nach Hause. Ich habe mich ganz auf den Schützentag konzentriert.

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Warum wurde Simone Möller Ihre Königin?

Über den Verein kannte ich sie schon sehr gut. Dann haben wir uns besprochen und sie hat eingewilligt. Ihre Familie stand voll und ganz hinter ihr.

War der Ehemann auch mit eingebunden?

Der war im Hofstaat mit dabei. Der Hofstaat stand auch schon fest, als ich an die Vogelstange trat.

Was war das für ein Gefühl, als König im Mittelpunkt zu stehen?

Das war super. Ein ganz tolles Erlebnis, wenn alle an dir vorbeimarschieren. Das hat richtig Spaß gemacht, auf dem „Präsentierteller“ zu stehen. Als Fahnenschläger mache ich die Parade ja selbst seit 1992 mit. Aber einmal als König dabei zu sein, das ist unvergesslich.

Wie war der anschließende Königsball?

Ich hatte den Eindruck, dass er noch nie so gut besucht war. Es war eine tolle Stimmung von Anfang an. Die Gastvereine haben auch viel dazu beigetragen.

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Welche Termine haben Sie im Laufe Ihrer Regentschaft auf dem Plan gehabt?

Zu den Hauptterminen gehörten die Besuche der Feste in Südkirchen, Capelle und Ermen. Der Höhepunkt war das Schützenfest in Ottmarsbocholt. Da haben wir Stimmung gemacht ohne Ende. Und dann kommen noch die Vorstandssitzungen, Biwak und das Tauziehen dazu. Es ist schon wichtig, dass der König dabei ist.

Abends lange feiern und morgens wieder früh raus, geht das?

Für mich war und ist das kein Problem. Ich bin ja in der Landwirtschaft aufgewachsen. Außerdem habe ich sehr wenig Alkohol getrunken. Ein König mit einer Alkoholfahne ist schlecht und fällt auf.

Wie war das mit den Kosten?

Sofort als feststand, dass ich König bin, haben wir ein Sparkonto eingerichtet und monatlich darauf eingezahlt. Davon wurden die Kleider bezahlt, das Weihnachtsessen, der Karnevalsumzug und die Materialien.

Treten Sie denn dieses Mal wieder an?

Nicht in der entscheidenden Phase. In zehn oder 15 Jahren kann ich mir gut vorstellen, den Kaiser zu machen.

Was können Sie für Tipps an potenzielle Königsanwärter geben?

Immer voll draufhalten und den Vogel ins Visier nehmen. Ich habe während meiner Regentschaft über die Feste viele Leute kennengelernt und Freunde gewonnen.

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