Nordkirchener Firma setzt bei Neubau auf Erdwärme und Sonnenkraft

Erneuerbare Energien

Ein Bohrgerätehersteller aus Nordkirchen will eine neue Halle bauen. Statt auf fossile Brennstoffe setzt die Firma dabei lieber auf Erdwärme und Photovoltaik-Anlagen. Auch wenn das teurer wird.

Nordkirchen

16.07.2020, 14:14 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Firma Geotec in Nordkirchen setzt auf Strom aus der Photovoltaik-Anlage. Für einen Neubau soll nun auch Erdwärme genutzt werden.

Die Firma Geotec in Nordkirchen setzt auf Strom aus der Photovoltaik-Anlage. Für einen Neubau soll nun auch Erdwärme genutzt werden. © Geotec Bohrtechnik GmbH

Erneuerbare Energien leisten einen wichtigen Beitrag für den Klimaschutz. In der Gemeinde Nordkirchen gibt es Unternehmen, die sich bereits intensiv mit diesem Thema beschäftigen. Etwa der Bohrgeräteherstelle Geotec, der bei einem Neubau auf erneuerbar Energien setzen will.

Die Geotec Bohrtechnik GmbH im Gewerbegebiet Aspastraße hat langjährige Erfahrungen mit der Energiequelle Geothermie. Sechs Erdwärmesonden heizen, kühlen und stellen Warmwasser für das bestehende Verwaltungsgebäude bereit. Auch die Photovoltaik-Anlagen auf dem Dach versorgen das Bestandsgebäude. Ein Großteil des erzeugten Stroms wird in das öffentliche Netz eingespeist.

Mehr Geld ausgeben für erneuerbare Energien

Geotec steckt mitten in der Planung eines Neubaus – sowohl ein Verwaltungsgebäude als auch eine neue Produktionshalle sollen her. „Hierbei werden ganz klar wieder nachhaltige Energiequellen zum Einsatz kommen“, sagt Geschäftsführer Norbert Zumholz. „Fossile Brennstoffe wären zwar kostengünstiger, doch in der heutigen Zeit muss man ganz besonders die ökologischen Punkte betrachten.“

Und bei einem ist sich Zumholz sicher: Mit der Geothermie wird der Bau auf längere Zeit betrachtet einen höheren Wert besitzen – auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. In den Sommermonaten soll durch eine moderne Deckenkühlung ein angenehmes Klima zum Arbeiten geschaffen werden.

Mehr Anlagen für Strom aus Sonnenenergie geplant

60 Bohrungen sind auf dem Gelände des Bohrgeräteherstellers möglich. Wie viele tatsächlich für die Versorgung benötigt werden, steht derzeit noch nicht fest. Die neuen Erdwärmesonden sollen neben dem Neubau zusätzlich die alte Produktionshalle versorgen. Auch Vorrichtungen für weitere Photovoltaik-Anlagen auf dem Dach des Neubaus sind Teil der Planung.

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„Erneuerbare Energien sind die Zukunft“, ist sich die Nordkirchener Klimaschutzbeauftragte Janine Eßmann sicher. „Darum finde ich es toll, dass Firmen wie Geotec nachhaltig denken und bereits solche Energiequellen im Einsatz haben“.

Job-Fahrräder für die Mitarbeiter

Geotec setzt auch auf Mobilität. Neben dem Angebot eines Jobrads für die

Mitarbeiter ist in der nächsten Zeit die Anschaffung von zwei Plug-in-Hybrid-Fahrzeugen geplant. Auch Ladesäulen für E-Fahrzeuge werden diskutiert.

Bürgermeister Dietmar Bergmann freut sich, dass die Familie Zumholz nicht nur im Bereich der Erneuerbaren Energien unterwegs ist, sondern auch das Thema Mobilität eine Rolle spielt: „Von solchen gezielten Maßnahmen örtlicher Unternehmen profitieren nicht nur die jeweiligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sondern die ganze Gemeinde Nordkirchen.“

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