Neuer Käufer gesucht für das Kolpinghaus in Bocholt

dzKolpinghaus Bocholt

Sanierungsberater Heinrich Stellmach ist auf der Suche nach einem neuen Käufer für das Kolpinghaus. Das sagte er jetzt nach einem Gespräch mit dem Vorstand des Vereins Kolpinghaus Bocholt.

von Sabine Hecker

Bocholt

, 07.09.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Suche nach einem neuen Käufer für das Kolpinghaus geht weiter. Nach einem Gespräch mit dem Vorstand des Vereins Kolpinghaus Bocholt sei er aktuell in Gesprächen mit Interessenten, sagte Sanierungsberater Heinrich Stellmach. Er wolle nicht mehr auf den Verein Jusina warten, sagte Stellmach.

Jetzt lesen

Der Verein Jugendhilfe und soziale Integration (Jusina) und der Verein Kolpinghaus waren sich eigentlich über den Verkauf einig. Jusina und die Ewibo wollen das Kolpinghaus unter anderem als Ausweichquartier nutzen, wenn der hintere Teil des Europahauses saniert wird. Dort schult das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (Bafza) Bundesfreiwillige.

Neuer Käufer gesucht für das Kolpinghaus in Bocholt

Da Jusina und Ewibo als gemeinsame Eigentümer des Europahauses aber noch eine Finanzierungszusage des Bafza fehle, könne er den Vertrag mit dem Kolping noch nicht unterzeichnen, sagt Jusina-Vorstand Berthod Klein-Schmeink. Er verweist darauf, dass sich durch Corona betriebswirtschaftliche Risiken ergeben hätten. Er brauche daher die Zusage des Bafza.

Corona-Pandemie mitschuldig

Sanierungsberater Stellmach räumt ein, dass Corona einen Teil der aktuellen Situation mitverschuldet habe. Aber man werde seit drei, vier Monaten vertröstet. „Wir können diesen Eiertanz nicht mehr mitmachen. Wir brauchen ein Ergebnis“, sagte Stellmach mit Verweis auf das laufende Insolvenzverfahren in Eigenregie. Daher suche er derzeit akut nach Kaufinteressenten. Was das für den Fortbestand des Kolpinghauses bedeuten werde, könne er noch nicht sagen.

Jetzt lesen

Der Verein Kolpinghaus hatte sich auch deshalb für die Jusina-Lösung ausgesprochen, weil dadurch das Kolpinghaus und die Gemeinnützigkeit erhalten bleiben würden. Sanierungsberater Heinrich Stellmach sagt, er sei nach wie vor auch für den Verkauf an Jusina offen. „Wir sind uns ja einig.“

I

Lesen Sie jetzt
Lesen Sie jetzt