Neue RKI-Liste: Frankreich ist jetzt Hochinzidenzgebiet

Coronavirus

Das Robert-Koch-Institut hat die Liste der internationalen Risikogebiete überarbeitet. In Europa gilt Frankreich nun als Hochinzidenzgebiet. Ebenso wie Slowakei und Tschechien.

Berlin

26.03.2021, 17:25 Uhr / Lesedauer: 2 min
Das Robert-Koch-Institut hat die Liste der internationalen Risikogebiete überarbeitet.

Das Robert-Koch-Institut hat die Liste der internationalen Risikogebiete überarbeitet. © picture alliance/dpa

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am Freitag die Liste der internationalen Risikogebiete aktualisiert. Neu auf der Liste der Hochinzidenzgebiete ist unter anderem Frankreich – das Département Moselle gilt weiterhin als Virusvarianten-Gebiet. Auch die Slowakei und Tschechien gelten nun als Hochinzidenzgebiet, vorher waren sie als Virusvarianten-Gebiete eingestuft.

Das österreichische Bundesland Tirol schafft es ebenfalls von der Liste der Virusvarianten-Gebiet, zählt nun nur noch als Risikogebiet. Damit gilt für diese Länder und Regionen ab Sonntag nicht länger ein Beförderungsverbot und auch die 14-tägige Quarantäne für Reiserückehrer entfällt. Reisende können sich somit nach dem fünften Tag in Quarantäne freitesten. Das ist bei der Rückkehr aus einem Virusvarianten-Gebiet nicht möglich.

Neu auf der Liste der Risikogebiete (Sieben-Tage-Inzidenz über 50) sind:

  • Dänemark – das gesamte Land Dänemark gilt nun als Risikogebiet (ausgenommen sind weiterhin die Färöer Inseln und Grönland).
  • Finnland – die Regionen Kanta-Häme, Päijät-Häme und Pirkanmaa gelten nun auch als Risikogebiete.
  • Israel – das gesamte Land Israel gilt nun als Risikogebiet (bisher Hochinzidenzgebiet).
  • Kroatien – die Gespanschaft Požega-Slawonien gilt nun auch als Risikogebiet.
  • Norwegen – die Provinz Rogaland gilt nun auch als Risikogebiet.
  • Österreich – das Bundesland Tirol gilt nun auch als Risikogebiet (bisher Virusvarianten-Gebiet).

Die Region Satakunta in Finnland und die Provinz Agder in Norwegen gelten hingegen ab Sonntag nicht mehr als Risikogebiete. Die Änderungen der RKI-Liste werden am Sonntag, 28. März, um Mitternacht, wirksam.

Jetzt weniger Virusvariantengebiete auf RKI-Liste

Seit der vorigen Änderung gibt es keine neuen Virusvarianten-Gebiete. Dadurch, dass die Slowakei, Tschechien und Tirol nicht mehr als Virusvarianten-Gebiete eingestuft sind, gelten aus deutscher Sicht derzeit noch 11 Länder und Regionen als solche.

Davon sind acht im südlichen Afrika (Südafrika, Botswana, Eswatini, Lesotho, Simbabwe, Malawi, Mosambik, Sambia). Die anderen drei sind Portugal, Brasilien und in Frankreich das Département Moselle.

Die Bundesregierung hat ein Beförderungsverbot für diese Gebiete erlassen, um die grenzüberschreitende Verbreitung von besonders ansteckenden Corona-Mutationen einzudämmen.

Es gelten Ausnahmen für alle Deutschen und in Deutschland lebenden Ausländer sowie für Transitpassagiere und den Warenverkehr. Sie müssen sich analog zu Reisenden aus Hochinzidenzgebieten bereits vor der Einreise testen lassen.

Jetzt lesen

Testpflicht für alle Flugreisende ab Dienstagfrüh

Eine Testpflicht vor der Einreise soll ab dem 30. März dann für alle Flugreisende gelten. Die neue Einreiseverordnung soll in der Nacht von Montag zu Dienstag in Kraft treten.

Demnach müssen dann alle Personen, die nach Deutschland einreisen wollen, sich einem Corona-Test unterziehen – unabhängig von der Inzidenz des Gebietes. Bisher konnten Reiserückkehrer, die aus einem Land einreisen, das nicht als Risikogebiet gilt, frei nach Deutschland einreisen: ohne Corona-Test und ohne Quarantäne.

Doch nun müssen auch sie einen Nachweis über ein negatives Testergebnis vor der Abreise nach Deutschland vorzeigen. Wer der Airline keinen entsprechenden Nachweis vorlegen kann, dürfe nicht befördert werden, heißt es vom Gesundheitsministerium in einem entsprechenden Entwurf. Die Crews von Airlines sind von dieser Verpflichtung nicht betroffen.

Umfrage

Wie hat sich die finanzielle Situation für Sie ganz persönlich in der Pandemie entwickelt?

1756 abgegebene Stimmen

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt