Neue Attraktion simuliert Fahrt in 1200 Meter Tiefe

Deutsches Bergbaumuseum

Vier Jahre hat die Umsetzung gedauert - und die Idee entstand sogar schon Ende der 1990er-Jahre. Seitdem wollte das Deutsche Bergbaumuseum (DBM) einen Seilbahn-Simulator haben. Jetzt ist er fertig. Virtuell hat das Museum ausgebaut, 1200 Meter tief. Ab Samstag können Besucher mit dem neuen Seilfahrt-Simulator fahren.

BOCHUM

, 04.02.2014, 17:26 Uhr / Lesedauer: 2 min
Im Deutschen Bergbaumuseum wartet der neue Seilfahrt-Simulator auf Besucher. Er soll das Gefühl einer Fahrt in 1200 Meter Tiefe vermitteln. Ein Gefühl, wie es sonst nur Kumpels kennen.

Im Deutschen Bergbaumuseum wartet der neue Seilfahrt-Simulator auf Besucher. Er soll das Gefühl einer Fahrt in 1200 Meter Tiefe vermitteln. Ein Gefühl, wie es sonst nur Kumpels kennen.

„Der Simulator ist im sogenannten Nordfeld“, erklärt Müller. Er befindet sich unter der Wiese vor dem Bergbaumuseum. Tunnel gibt es in dem Bereich schon länger. Allerdings mussten sie für Besucher tauglich gemacht werden. Jetzt gibt es dort einen neuen Rundgang. Etwa 100 Meter Weg sind für die Besucher neu. Und der Simulator. Der ist übrigens was ganz Besonderes. „In dieser Form und unter Tage ist er einzigartig“, sagt Müller. Er selbst kennt zwei weitere Simulatoren die ähnlich sind. Aber keiner steht in einem Anschauungsbergwerk. Besonders macht den Simulator zudem die Technik. Mit Hydraulik simuliert das Gerät die schnelle Fahrt, das Rütteln, das Stoppen. Gebläse sorgen für den passenden Fahrtwind. Und Monitore hinter dem Gitter des Förderkorbs lassen Felswände vorbeirasen. Außerdem gibt es kleine Zwischenstopps mit Filmsequenzen. So gibt Schauspieler Norbert Heisterkamp einen Bergmann.

Selbst die Temperatur stimmt. Nach der Fahrt geht es in eine kleine beheizte Schleuse. „Dort haben wir zur Zeit 35 Grad Celsius“, sagt Siegfried Müller. Schließlich ist es tief unter der Erde wärmer als an der Oberfläche. Perfekt ist die Illusion nicht. So soll etwa die Filmqualität weiter verbessert werden. Aber die virtuelle Grubenfahrt hat Vorteile. In vielen Bergwerken dürfen nur Personen zwischen 16 und 60 Jahren einfahren. „Außerdem können dort Gase austreten und explodieren“, so Müller.   

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