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Nachsitzen statt Ballermann - TSV muss in die Relegation

1:0-Sieg gegen Hassel

Jubelszenen blieben aus. Obwohl der TSV Marl-Hüls am letzten Spieltag Meister SC Hassel mit 1:0 bezwang, konnten sich die Hülser nicht so recht als Sieger fühlen.

MARL

von Von Nils Steufmehl

, 17.06.2012
Nachsitzen statt Ballermann - TSV muss in die Relegation

Der Überflieger: Basti Ruhe jubelt hier über seinen Treffer zum 1:0 gegen Hassel. Foto: Steufmehl

Am Ende überwog einfach nur die Enttäuschung, Platz drei und damit den direkten Aufstieg verspielt zu haben. Kleiner Trost: In der Relegation kann der Klub vom Loekamp immer noch den Sprung in die Westfalenliga schaffen.

„Wir haben uns das selbst eingebrockt. Das hätten wir viel leichter haben können“, schaute Holger Flossbach unzufrieden auf die Rückrunde zurück. „Gerne wären wir mit Hassel am Dienstag nach Mallorca geflogen.“ Statt Ballermann heißt es für den TSV nun Nachsitzen.

Wenig begeistert war auch der Mann des Tages, TSV-Kapitän Sebastian Ruhe. Dabei zeigte Ruhe nach seiner sechswöchigen Verletzungspause eine starke Partie. Bereits in der 32. Minute hatte der Knipser die Führung auf dem Kopf. Nach einer scharfen Kaiser-Flanke kam Ruhe allerdings einen Tick zu spät. Und kurz nach dem Seitenwechsel hatte er großes Pech, als er aus spitzem Winkel nur den Außenpfosten traf. Einige Minuten später stand der Stürmer dafür goldrichtig. Diesmal legte Daniel Eisenkopf mustergültig auf. Ruhe bugsierte das Leder mit vollem Körpereinsatz über die Linie zum 1:0 (61.). Der Torschütze wurde wenig später ausgewechselt und holte sich seinen verdienten Applaus ab. „Das war schon hart an der Grenze“, so Ruhe hinterher. Luft für 90 Minuten hat der Stürmer nach seinem Muskelfaserriss noch nicht.

Ruhes Treffer reichte, um den neuen Landesliga-Meister in die Schranken zu weisen. Auch, weil die TSV-Abwehr diesmal nahezu bombensicher stand. Keeper Marwin Gedenk durfte ab und an ein paar Kullerbälle aus der Distanz aufnehmen, war ansonsten überwiegend beschäftigungslos. „Die Mannschaft hat sehr diszipliniert gespielt und nicht viel zugelassen“, lobte Flossbach. Auch Hassel verteidigte ordentlich. Doch wenn es mal gefährlich wurde, dann im Strafraum der Gäste. Hassel-Torwart Sören Stauder hatte in der 51. Minute großes Glück, als Ercan Kacar mit einem herrlichen Freistoß am Pfosten scheiterte. Insgesamt machten die Loekamp-Kicker den besseren, den willigeren Eindruck. Hassel, das schon vorher als Meister festgestanden hatte, hatte diesmal nicht viel entgegenzusetzen.

„Das war unter‘m Strich ein verdienter Sieg“ so Flossbach, der seine Mannschaft nun auf die Relegationsspiele vorbereiten muss. Bereits am Donnerstag beginnt die Entscheidungsrunde. Der TSV-Coach hofft allerdings auf ein Freilos. Denn dann würden die Hülser erst nächste Woche in die Relegation einsteigen. Vor den möglichen Gegner hat Flossbach riesigen Respekt:

Doch mit einer ähnlich couragierten Leistung wie am Sonntag dürfte der Traum vom Aufstieg zum 100-jährigen Geburtstag doch noch wahr werden. Und dann darf beim TSV auch endlich wieder ausgelassen gejubelt werden.