Nach Temperatursturz und Regen: Wann wird’s endlich wieder Sommer?

Wetter

Der Sommer 2020 zeigt sich bisher eher mild und wechselhaft. Erfahrungsgemäß liegen die wärmsten Tage des Jahres zwischen dem 20. Juli und dem 20. August. Es könnte aber bereits vorher wieder bergauf gehen.

NRW

08.07.2020, 14:19 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Sommer 2020 zeigt sich bisher eher mild und wechselhaft.

Der Sommer 2020 zeigt sich bisher eher mild und wechselhaft. © picture alliance/dpa

Wechselhaftes Wetter und lediglich kurze Hitzeperioden – das kommt vielen Deutschen momentan bekannt vor. Insbesondere in der Mitte Deutschlands ist der Sommer in diesem Jahr durchwachsen und regnerisch. Meteorologe Jürgen Schmidt vom Wetterdienst Wetterkontor erklärt gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND), dass gerade dieses wechselhafte Wetter aber völlig normal sei für Mitteleuropa – und dass das noch lange nicht bedeute, dass der Sommer vorbei sei: „In Nord- und Mitteldeutschland ist momentan weniger Sommer – der Süden kommt besser weg.“

Doch alle Sonnenanbeter können aufatmen: Anfang nächster Woche sind Verbesserungen erkennbar: „Ab Montag können wir uns erst mal wieder auf sommerliche Temperaturen freuen!“ Erfahrungsgemäß liegen die wärmsten Tage des Jahres zwischen dem 20. Juli und dem 20. August. „Keine Sorge: Der Sommer ist noch nicht vorbei, nur weil es relativ wechselhaft ist!“, so Schmidt. Langfristige Prognosen seien mit Vorsicht zu genießen. Aber der deutsche Spätsommer und der Herbstbeginn sollen durchschnittlich bis überdurchschnittlich warm werden.

Schlechtere Wettervorhersagen wegen Corona

Bei Wettervorhersagen gilt laut Schmidt: Je mehr Infos bekannt sind, desto besser kann die Vorhersage werden. Durch den Shutdown vor einigen Wochen sind die meisten Flugzeuge auf dem Boden geblieben – die versorgen aber die Meteorologen mit wichtigen Daten. Bei der Lufthansa wurden beispielsweise 95 Prozent aller Linienflüge gestrichen. Dadurch gingen laut dem Deutschen Wetterdienst Anfang März auch die meteorologischen Flugzeugbeobachtungen drastisch zurück.

Um den Einfluss der fehlenden Flugzeugdaten zu verringern, wurden zusätzliche Radiosonden (Wetterballons) in die Höhe gelassen, um ergänzende Messwerte zu liefern. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat nach eigenen Angaben auch die Winddaten des europäischen Forschungssatelliten „Aeolus“ hinzugezogen. „Die extreme Reduktion der Datenmenge durch den Shutdown hat zu leicht verschlechterten Prognosen geführt“, erklärt Schmidt gegenüber dem RND. Da die Flugzeuge seit Kurzem wieder abheben dürfen, ist zu erwarten, dass die Prognosen nun auch wieder genauer werden.

RND

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