Nach Geiselnahme am Kölner Hauptbahnhof: Beschuldigter verhandlungsunfähig

Kriminalität

Im Oktober 2018 hat ein Mann einen Brandanschlag im Kölner Hauptbahnhof verübt und eine 14-Jährige schwer verletzt. Zunehmend stellt sich die Frage: Wird er jemals vor Gericht stehen?

Köln

24.10.2020, 08:34 Uhr / Lesedauer: 1 min
Rund zwei Jahre nach einem Brandanschlag und einer Geiselnahme im Kölner Hauptbahnhof ist eine Anklageerhebung gegen den Beschuldigten nicht absehbar. (Archivbild)

Rund zwei Jahre nach einem Brandanschlag und einer Geiselnahme im Kölner Hauptbahnhof ist eine Anklageerhebung gegen den Beschuldigten nicht absehbar. (Archivbild) © picture alliance/dpa

Rund zwei Jahre nach einem Brandanschlag und einer Geiselnahme im Kölner Hauptbahnhof ist der von der Polizei niedergeschossene Mann weiter in ärztlicher Behandlung.

„Eine Anklageerhebung ist derzeit nicht absehbar. Der Beschuldigte ist gegenwärtig verhandlungsunfähig und soll in den kommenden Wochen erneut begutachtet werden“, teilte ein Sprecher der Kölner Staatsanwaltschaft der Deutschen Presse-Agentur mit. Abhängig von dem Ergebnis soll dann über den weiteren Gang des Ermittlungsverfahrens entschieden werden.

Kugel trifft Täter in den Kopf

Der Syrer soll im Oktober 2018 einen Brandanschlag in einem Schnellrestaurant verübt haben, bei dem eine 14-Jährige schwere Verbrennungen erlitt. Anschließend verschanzte er sich nach Ermittlerangeben in einer Apotheke und nahm eine Frau als Geisel. Die Polizei griff schließlich ein und schoss den mutmaßlich psychisch kranken Mann nieder. Eine Kugel traf ihn im Kopf.

Gegenwärtig ist er in einer Pflegeeinrichtung untergebracht. Die Bundesanwaltschaft hatte zunächst wegen eines möglichen islamistischen Hintergrundes ermittelt. Dieser bestätigte sich allerdings nicht.

dpa

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