Mütter verboten!

21.06.2019, 17:59 Uhr / Lesedauer: 1 min

Von Kevin Kallenbach

Grafenwald. Ein Marterpfahl, an dem ein Vater steht und mit Wasserbomben abgeworfen wird. Kinder, die wie Indianer mit Pfeil und Bogen schießen: Auf dem großen Platz des Vater-Kind-Zeltens geht es zu wie im Wilden Westen.

Denn das ist auch das Thema des diesjährigen Zeltlagers der Kirchhellener Kolpingsfamilie. Seit 40 Jahren treffen sich hier Väter mit ihren Kindern, um über den Feiertag Fronleichnam bis zum Sonntag gemeinsam zu zelten, zu grillen und Spaß zu haben.

Mütter sind dabei strengstens verboten. Nur Väter oder Opas sind mit ihren Kindern auf dem Lagerplatz erlaubt. „Väter sehen die Sachen nicht so eng, da ist alles lockerer“, erzählt Andre Scharf, der das Zeltlager mitorganisiert.

Im Lager gibt es noch weitere Regeln, zum Beispiel sind auch Süßigkeiten verboten. Sollte sich ein Kind einmal nicht an diese Regeln halten, dann kommt sein Vater in den „Lagerknast“. Dort dürfen die anderen Kinder dann den „Übeltäter“ mit Wasserpistolen abschießen. Manche Kinder spielen ihren Vätern dadurch auch einen Streich. „Es gab schon Kinder, die sich extra nicht an die Regeln gehalten haben, um ihre Väter in den Lagerknast zu schicken“, sagt Andre Scharf.