Mühlen öffneten Türen

11.06.2019 / Lesedauer: 2 min

Rhade/Deuten. In Dorsten gibt es noch zwei Wassermühlen, die an jedem Pfingstmontag ihre Türen für Besucher öffnen: die Tüshausmühle in Deuten und die Rhader Wassermühle.

Die kleine Kornmühle wird heute vom Rhader Heimatverein betreut. Schon seit 2001 ist Karl-Heinz Juchheim Mühlenwart aus Leidenschaft. Seit einigen Jahren gibt er seine Kenntnisse über die alte Technik an seinen Juniorpartner André Mecking weiter. Hier wurde Korn geschrotet, meist als Viehfutter. Es gab auch eine Haferquetsche. Bis 1970 war die Mühle in Betrieb. 25 Jahre später kam dann eine Vereinbarung zwischen dem Heimatverein und mehreren Denkmalschutzbehörden zustande, um das marode Gebäude nach historischem Vorbild wieder herzurichten.

Die Tüshausmühle hat technisch gesehen mehr zu bieten: Sie war mal Walkmühle zur Verarbeitung von Schafswolle, dann Ölmühle, dann Kornmühle mit zwei getrennten Mahlgängen. Die Technik verteilt sich über drei Etagen und wurde in mehr als 20 Jahren mühevoller Kleinarbeit von dem letzten Müller der Tüshausmühle, Johannes Böing, instandgehalten. Anfang des 20. Jahrhunderts investierte Bauer Tüshaus sogar in ein Wasserkraftwerk zur Stromerzeugung.bor

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