Mitarbeiter aus Sicherheitsfirma plante Millionen-Raub bei K+K in Gronau

dzK+K-Raub

Mit ausführlichen Geständnissen ist in Essen am Mittwoch der Prozess um den spektakulären Millionen-Coup mit einem falschen Geldtransporter bei K+K in Gronau fortgesetzt worden.

von lnw

Gronau

, 16.10.2019, 16:38 Uhr / Lesedauer: 1 min

Dabei hat ein 25-jähriger aus Recklinghausen zugegeben, sich immer wieder mit neuen Trickdiebstählen befasst zu haben. „Er hat viel Geld verzockt“, hieß es am Mittwoch in einer von seinem Verteidiger verlesenen Erklärung. „Er war den Umgang mit größeren Geldbeträgen nicht gewohnt.“

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Aus diesem Grund habe der 25-Jährige mit dem ebenfalls angeklagten Ex-Angestellten einer Sicherheitsfirma den großen Coup in Gronau geplant. Er selbst habe dabei sprichwörtlich die Rolle eines der Geldboten übernommen und im Dezember 2016 in einem Supermarkt in Gronau 1,8 Millionen Euro erbeutet.

Dabei sei gezielt ein Tag ausgewählt worden, an dem viel Geld im Spiel war. „Es war vor allem notwendig, vor dem richtigen Geldtransporter zu erscheinen“, hieß es in der Erklärung. Die genaue Planung habe sein Komplize aus der Sicherheitsfirma übernommen, der allerdings nicht mit vor Ort gewesen sei.

Die ebenfalls angeklagte Freundin des 25-Jährigen hat zugegeben, zuvor aus den Straftaten angeschafftes Gold verkauft und ein Schließfach angemietet zu haben, um eine Kölner Sparkassen-Filiale auszuspionieren. Das habe sie jedoch aus Liebe und Dankbarkeit getan, weil ihr Freund sie aus den Fängen eines Escort-Service befreit habe.

„Er war für mich kein Monster“, sagte sie den Richtern am Essener Landgericht: „Er hat mir in der schwierigsten Phase meines Lebens geholfen.“ Trotzdem bereue sie ihr materielles Denken.

Den insgesamt sieben Angeklagten wird eine Serie von Diebstahls- und Raubtaten vorgeworfen. Die Gesamtbeute soll sich auf knapp drei Millionen Euro belaufen.

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