Missverständnisse bei Terminvergabe: Rentner stehen ohne Termin vorm Impfzentrum

Impftermine

Dutzende Senioren in NRW machten sich auf den Weg zum Impfzentrum, obwohl sie keinen Termin hatten: Noch immer gibt es Komplikationen bei der Terminvergabe.

18.02.2021, 05:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Eine Rentnerin informiert sich im Internet über die Vergabe von Corona-Impfterminen - bei der Buchung kommt es immer wieder zu Missverständnissen.

Eine Rentnerin informiert sich im Internet über die Vergabe von Corona-Impfterminen - bei der Buchung kommt es immer wieder zu Missverständnissen. © picture alliance/dpa

Probleme und Missverständnisse bei der Impfterminvergabe in Westfalen-Lippe wirken nach. Immer wieder komme es vor, dass Bürger - im Glauben einen Termin zu haben - zu den Impf-Zentren kämen, ohne tatsächlich einen solchen gebucht zu haben, bestätigte am Mittwoch eine Sprecherin der zuständigen Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Westfalen Lippe. Hintergrund sei ein Missverständnis in der Anfangsphase der Online-Vergabe.

So waren nach Angaben des Kreises in Gütersloh am Montag 70 Seniorinnen und Senioren zum vermeintlichen Termin erschienen, ohne dass der Termin je an das Impfzentrum übermittelt worden war. Im Ennepe-Ruhr-Kreis mussten nach Angaben eines Sprechers etwa 60 Menschen auf Zusatztermine in dieser Woche vertröstet werden. Mehrere Medien hatten zuvor berichtet.

„Termin bereits gebucht“

Bei der Online-Buchung sei beim Klick auf einige als frei angezeigte Termine der Hinweis „Termin bereits vergeben“/„Termin bereits gebucht“ angezeigt worden, erklärte eine Sprecherin der KV. Damit sei gemeint gewesen, dass der Termin in der Zwischenzeit anderweitig gebucht worden war. Viele hatten die Aussage aber als Bestätigung für eine erfolgreiche eigene Buchung aufgefasst.

„Diese Darstellung war in der Tat sehr missverständlich“, sagte die Sprecherin weiter. Die Anzeige sei inzwischen verändert worden. Einige Kreise, wie etwa in Gütersloh, bieten nun an, sich am Impftag den Termin vorab bestätigen zu lassen. Weil der Buchungsvorgang tatsächlich unabgeschlossen blieb, hat die Kassenärztliche Vereinigung keine Anhaltspunkte dafür, wie viele Menschen betroffen sind.

„Um nicht noch mehr Verwirrung und Verunsicherung zu stiften, haben wir uns dazu entschlossen, die Bürger zunächst zu bitten, ihren Termin so wahrzunehmen, wie sie ihn (vermeintlich) gebucht haben“, teilte die Kassenärztliche Vereinigung weiter mit. Sie bitte für Entschuldigung für die „andauernden Schwierigkeiten“ bei der Terminvergabe.

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