Mirijam Contzen verrät, wer zum Festival kommt

Musikfestival Schloss Cappenberg

Zum siebten Mal laden Geigerin Mirijam Contzen und der Hausherr Sebastian Graf von Kanitz wieder zahlreiche namhafte Musiker nach Cappenberg ein. Das "Musikfestival Schloss Cappenberg" findet vom 22. bis 28. Mai statt. Über ihre Pläne und viele Neuerungen sprach die künstlerische Leiterin des Festivals im Interview.

SELM/LÜNEN

von Von Beate Rottgardt

, 12.04.2012, 14:40 Uhr / Lesedauer: 2 min
Klassische Konzerte im schönen festlichen Rahmen: Das ist das Markenzeichen des Musikfestivals Schloss Cappenberg, das die bekannte Violinisten Mirijam Contzen leitet.

Klassische Konzerte im schönen festlichen Rahmen: Das ist das Markenzeichen des Musikfestivals Schloss Cappenberg, das die bekannte Violinisten Mirijam Contzen leitet.

Auf was freuen Sie sich in diesem Jahr besonders? Contzen: Es sind wieder viele neue Musiker dabei. Beispielsweise die Sängerin Anna Lapkovskaja, die im Kirchenkonzert und am 26. Mai singen wird. Ich freue mich, dass sehr viele junge Musiker zugesagt haben, die auf dem Weg zu einer internationalen Karriere sind. Welche Musiker kommen denn sonst noch nach Cappenberg?Contzen: Neu mit dabei ist beispielsweise der chinesische Bratschist Wenxiao Zheng. Oder auch die beiden Geiger Esther Hoppe und Gregory Ahss. Außerdem haben wir erstmals ein komplettes Bläserquintett dabei, das beim Kirchenkonzert und am 26. Mai mitwirkt.Können Sie noch etwas mehr zum Kirchenkonzert am 25. Mai in der Stiftskirche verraten?Contzen: Wir werden zum ersten Mal einen Flügel in die Kirche stellen. Damit haben wir die Möglichkeit, das Programm ganz anders zu gestalten. Ich bin immer wieder von Leuten angesprochen worden, ob man nicht ein Klavier im Kirchenkonzert einsetzen könnte. Wir werden spätromantische Kompositionen spielen, weniger Barock, auch wenn wir ein Bach-Stück im Programm haben.Wird es wieder ein bestimmtes Motto für die einzelnen Konzerte geben?Contzen: Ja, damit haben wir in den vergangenen Jahren gute Erfahrungen gemacht. Beim Kirchenkonzert heißt es sehr romantisch "Durch das Dunkel zum Licht". Am 26. Mai wird der Schwerpunkt auf den Bläsern liegen. Die Matinee am großen Festivaltag, dem Pfingstsonntag, steht im Zeichen der slawischen Musik. Das Motto für das Kinderkonzert an diesem Tag lautet "Musikalische Plauderei". Wir wollen Kindern ab fünf Jahren erklären, wie es funktioniert, wenn so viele Musiker auf der Bühne sind. Es soll ein musikalischer Dialog werden. Und am Sonntagabend dreht sich alles um unsere drei Pianisten. Herbert Schuch spielt im ersten Teil und ich spiele im zweiten Teil ein Doppelkonzert von Chopin mit Henri Sigfridsson.H aben Sie auch etwas ganz Neues für dieses Festival geplant?Contzen: Allerdings. Nach dem Konzert am Pfingstsonntag heißt es ab 22 Uhr "Unplugged at Late Night". Dann improvisieren die Musiker Jazzmusik. Der genaue Ort steht noch nicht fest. Aber wir freuen uns darauf, dass die Besucher einen Drink nehmen und uns dann ganz entspannt zuhören. Das ist sicher gerade für jüngere Zuhörer interessant.Bekommt man schon Karten?Contzen: Der Vorverkauf hat am 2. April begonnen. Vielleicht wären Karten ja auch für Musikfreunde ein schönes Geschenk.

- Insgesamt sind acht Konzerte mit 24 Musikern geplant. Das Eröffnungkonzert am Dienstag, 22. Mai, um 19.30 Uhr im Theater Schloss Cappenberg bietet eine Rarität mit Tschaikowskis Fantasie-Ouvertüre „Romeo und Julia“.
- Der Abend „Eigenwillig, originell, inspirierend“ am Samstag, 26. Ma, wird vom Deutschlandradio Kultur mitgeschnitten.
- Karten für alle Konzerte im Vorverkauf gibt es unter der Hotline (0180) 50 40 300 (14 Cent/Minute Festnetz, max. 42 Cent mobil) rund um die Uhr.
- Es können zusätzliche Kosten für den Versand (Bearbeitungsgebühr pro Bestellung vier Euro) und fürs Online-Ticket (Bearbeitungsgebühr pro Bestellung zwei Euro) entstehen.
- Eine Ermäßigung von 20 Prozent gibt es für Kinder, Schüler und Studenten (bis 26 Jahre) sowie Schwerbehinderte (ab 80 Prozent). 

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