Ministerin staunt über ehrgeizige Pläne

Trabrennbahn

77 Millionen Euro - diese Summe ist nach Berechnung der Stadtverwaltung nötig, um das Gelände der ehemaligen Trabrennbahn baureif zu machen. Bürgermeister Christoph Tesche stellte die Pläne jetzt Ina Scharrenbach (CDU), neue NRW-Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung, vor.

RECKLINGHAUSEN

von Hermann Böckmann

, 08.08.2017, 07:43 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das Trabrennbahngelände ist mehr als 30 Hektar groß.

Das Trabrennbahngelände ist mehr als 30 Hektar groß.

„Projekte dieser Dimension gibt es im Land nicht viele“, staunte die Ministerin. 30 Millionen Euro könnten laut Stadtentwicklungsgesellschaft Recklinghausen (SER) durch Grundstücksverkäufe eingenommen werden. Zudem hofft die Stadt auf Landeszuschüsse von bis zu 30 Millionen Euro. Blieben 17 Millionen als Investition der Stadt. Damit diese Rechnung aufgeht, muss die Stadt bis 30. November einen Förderantrag einreichen. Zuvor müsste der Rat dafür seinen Segen geben. Ob die Fördermittel fließen werden, konnte die Ministerin noch nicht sagen. Tatsache sei aber, dass es mehr Nachfrage gibt als Geld im Topf ist.

Abriss der Tribünen schon 2019

Die Ministerin begrüßte die Vorgehensweise der Stadt, den Antrag mit einzelnen Förderabschnitten zu versehen, sodass 2019 zumindest schon der Abriss der Tribünen im westlichen Bereich der Trabrennbahn starten kann. Lob gab es von Ina Scharrenbach für die Pläne zur Gestaltung des Areals mit einer Mischung aus Wohnen, Gewerbe und Freizeit, die ein wesentlicher Bestandteil des Integrierten Stadtteilkonzeptes (ISEK) für die Hillerheide ist. „Die integrierten Konzepte haben den Vorteil, dass sie auf die Entwicklung der gesamten Stadt abgestimmt sind und die Bürger beteiligt werden“, sagte die Ministerin.

Verbindung zum alten Ortskern

800 bis 1.000 Wohneinheiten sollen rund um einen neu angelegten See dazukommen. Die Verbindung zum alten Hillerheider Ortskern soll städtebaulich durch eine Achse zwischen Gertrudisplatz und Rennbahngelände dargestellt werden. „Wichtig ist vor allem auch, ausreichend Spielflächen für die Kinder anzulegen“, mahnte Scharrenbach. Auch dies ist in den Plänen der Stadt bereits enthalten. Cordula Murek, Leiterin des Bürgermeister-Büros und auch in der SER am Ball, erläuterte die Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung auf der Blitzkuhlenstraße. Dort sind gleich zwei Kreisverkehre an der Einmündung zur Maybachstraße und der heutigen Ost-Zufahrt zum Trabrennbahngelände vorgesehen.