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Michael Moore sucht nach neuen Ideen

Im Kino

Was ist los mit Amerika? Michael Moore, derzeit wohl berühmtester Dokumentarfilmer der Welt, liebt sein Land. Im Podcast-Interview "Awards Chatter" lässt er daran keinen Zweifel: "Ich liebe die Vereinigten Staaten. Das ist mein Zuhause. Ich liebe mein Zuhause. Ich will, dass es besser wird", sagt er.

von Wolfgang Marx

, 01.03.2016 / Lesedauer: 2 min
Michael Moore sucht nach neuen Ideen

Der Filmregisseur Michael Moore in einer Szene des Kinofilms „Where to invade next“. Darin ging er auf Ideensuche.

In seinem neuen Dokumentarfilm "Where To Invade Next" meint Moore: "Das Land hat sich verändert." Unter Barack Obama habe sich vieles zum Besseren gewandt. Und dennoch liege vieles im Argen: "Amerika ist zurückgefallen. Wir sind nicht mehr die Nummer eins bei den wichtigen Dingen", sagt er.

Lösung für Probleme

Und so hat Moore seine Sachen gepackt und ist für seinen neuesten Film als Ideensammler auf Reisen gegangen, um zu sehen, welche Errungenschaften anderer Länder vielleicht viele der Probleme Amerikas lösen könnten.

Moore erfährt Erstaunliches auf seinem Europa-Trip (mit einem Abstecher nach Tunesien) - was von ihm in weiten Strecken ganz vergnüglich und geradezu heiter aufbereitet worden ist. Die Themen aber sind ernst und gewichtig: Es geht um das Schulsystem, Arbeitermitbestimmung, Gefängnisse, Drogenpolitik, Ernährung, Gleichberechtigung oder Bildung. Große Augen macht er, als er in das finnische Schulsystem hineinschnuppert. In dem skandinavischen Land müssen die Kinder keine Hausaufgaben machen. Und das funktioniert: Die finnischen Schüler gehören zu den besten in der Welt.

Auf der Suche nach dem Glück

In Italien ist er dem Geheimnis des Glücks auf der Spur, in Frankreich geht es ums Essen und in Slowenien um die Universitäten. Auch Deutschland stattet Michael Moore einen Besuch ab und ist von dem Umgang des Landes mit seiner Nazi-Vergangenheit beeindruckt, was ihn - mit einem Verweis auf die Sklaverei - zum Umgang mit der eigenen Geschichte führt. Moore ist nicht mehr so wütend, kämpferisch ist er aber geblieben.