Messerstecher greift Frau in Mettingen an – Opfer und Täter kennen sich von der Arbeit

Mordkommission ermittelt

Im Nachbarkreis Steinfurt hat ein 28-Jähriger eine Frau mit einem Messer angegriffen und verletzt – jetzt ermittelt eine Mordkommission und hat erste Erkenntnisse zur Tat mitgeteilt.

Mettingen

29.08.2019, 12:08 Uhr / Lesedauer: 1 min
Messerstecher greift Frau in Mettingen an – Opfer und Täter kennen sich von der Arbeit

Ein Junge hält auf dem Hof einer Schule ein so genanntes Butterflymesser in seiner Hand (gestellte Szene vom 13.08.2003, Illustration zum Thema Schulgewalt). Lehrer und Polizei müssen nach Ansicht der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) rechtzeitig gemeinsame Strategien gegen Gewalt an Schulen entwickeln. Wenn die Polizei komme, dann sei im Regelfall das Kind schon in den Brunnen gefallen. Man müsse früher miteinander reden, sagte der Gewerkschafts- Vorsitzende Speck am Freitag (31.03.2006) in einem dpa-Gespräch. Foto: Ingo Wagner (zu dpa 4196 vom 31.03.2006) +++(c) dpa - Bildfunk+++ | Verwendung weltweit © picture-alliance/ dpa

Warum der 28-jährige Mann die 57-Jährige am Mittwochmittag gegen 12.15 Uhr auf der Bahnhofstraße in Mettingen angegriffen hatte, war zunächst unklar. Die Frau überlebte den Angriff und wurde in ein Krankenhaus gebracht.

Wie Staatsanwaltschaft und Polizei Münster in einer gemeinsamen Erklärung mitteilten, soll der 28-Jährige am heutigen Donnerstag (29.8) auf Antrag der Staatsanwaltschaft einem Haftrichter vorgeführt werden.

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Erste intensive Ermittlungen hätten ergeben, dass der 28-Jährige am Mittwochmittag zunächst mit seinem Auto gegen eine Laterne gefahren ist, als die 57-Jährige auf ihrem Fahrrad parallel auf dem Radweg in selber Fahrtrichtung unterwegs war. Danach soll der Mann aus dem Auto gestiegen sein, das Opfer unter Einsatz von körperlicher Gewalt zu Boden gebracht und im Anschluss mit einem Messer verletzt haben.

„Wir wissen, dass sich der Beschuldigte und das Opfer von der gemeinsamen Arbeitsstelle kennen“, erklärte der Leiter der Mordkommission Frank Schneemann. „Das Motiv ist jedoch weiter unklar.“

Keine Lebensgefahr

Die 57-Jährige konnte bereits vernommen werden, Lebensgefahr besteht nicht.

„Der Beschuldigte macht bisher keine Angaben“, erläutert Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt. „Wir ermitteln wegen des Verdachts des versuchten Mordes und der gefährlichen Köperverletzung.

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