Medimax in Rhede schließt Mitte des Jahres

dzFilial-Schließung

Der Elektronikfachmarkt Medimax schließt. Voraussichtlich Mitte des Jahres werde die Rheder Filiale dichtgemacht. Das bestätigte eine Unternehmenssprecherin.

von Carola Korff

Rhede

, 23.01.2020, 16:31 Uhr / Lesedauer: 1 min

Medimax gehört zu der Verbundgruppe Electronic-Partner. 14 Mitarbeiter verlieren in Rhede ihren Job.

Ihnen sei „eine sozialverträgliche Vereinbarung für den Wegfall ihrer Arbeitsplätze“ angeboten worden. Nach Informationen des Bocholter Borkener Volksblatts erhalten die Angestellten allerdings keine Abfindungen.

Keine Abfindung für Medimax-Angestellte

Um die Marke für die Zukunft sicher aufzustellen, prüfe Medimax regelmäßig das Potenzial der deutschlandweit über 100 Standorte, antwortete das Unternehmen auf Anfrage. „Genauso wie neue Märkte eröffnet werden, muss sich das Unternehmen leider auch von Standorten trennen, die wirtschaftlich weniger erfolgreich sind.“ Nach „intensiver Analyse“ habe Medimax sich daher dazu entschlossen, den Markt an der Gronauer Straße zu schließen.

Dabei ist gerade die Rheder Filiale die Keimzelle des Unternehmens. Sie war 1988 die erste Niederlassung der neu gegründeten Fachmarktkette. „Der Beginn unserer Unternehmens- und Erfolgsgeschichte“, heißt es auf der Internetseite der Firma zur Unternehmensgeschichte. Zielgruppe seien von Anfang an „preisbewusste, rational und emotional ansprechbare, mobile und aktive Kunden“ gewesen.

Service und Garantie: Verweis auf Filiale in Coesfeld

Für alle Serviceanfragen, Garantiefälle und Gutscheineinlösungen sei nach der Schließung in Rhede die Medimax-Filiale in Coesfeld der neue Ansprechpartner. In den letzten Wochen und Monaten hat Medimax bundesweit mehrere Filialen geschlossen oder deren Schließung angekündigt – beispielsweise in Hildesheim, Kiel, Imgenbroich in der Eifel und Hamburg-Barmbek. Von der Geschäftsführung in Rhede war zur Situation vor Ort keine Stellungnahme zu bekommen.

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Überrascht reagierten die Vertreter von Stadtverwaltung und Verkehrs- und Werbegemeinschaft. Beide erfuhren vom BBV von der bevorstehenden Schließung. „Das sind keine guten Nachrichten“, sagte Wirtschaftsförderin Jutta Holthöfer-Büse. Leider seien das übergeordnete Entscheidungen, auf die die Stadt keinen Einfluss habe.

Bekanntlich ist an der Gronauer Straße ja auch die Zukunft von Real zurzeit ungewiss. Denn Eigentümer Metro will alle 277 Real-Standorte an einen russischen Investor verkaufen, der sie dann weiterverkaufen will.

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