Max (16) hat Blutkrebs und Angst, unter Schmerzen zu sterben: Postkarten sollen ihm Mut machen

Aktion der DKMS

Max (16) hat Blutkrebs und Angst, unter Schmerzen zu sterben und vergessen zu werden. In einem bewegenden Facebook-Post macht die DKMS sein Schicksal öffentlich. Postkarten sollen Max Mut machen.

23.08.2020, 08:49 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) startet eine Postkartenkaktion für Max.

Die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) startet eine Postkartenkaktion für Max. © picture alliance / Lukas Schulze

„Es fällt uns nicht leicht, diese Zeilen zu schreiben. Sie sind aber zu wichtig, um sie ungeschrieben zu lassen.“ Mit diesen Worten beginnt ein Facebook-Post der DKMS, der zurzeit viele Menschen bewegt. Darin berichtet die Organisation, die sich um die Registrierung von Stammzellspendern kümmert, über das Schicksal des 16-jährigen Max.

Der Jugendliche kämpft bereits zum dritten Mal gegen Blutkrebs, liegt im Krankenhaus und hat einen großen Wunsch: Postkarten und Worte, die ihm „Mut zusprechen und ihn nicht in Vergessenheit geraten lassen“, wie die DKMS schreibt.

Vor wenigen Tagen habe Max erfahren, dass bei ihm neben seiner akuten myeloischen Leukämie (AMS) auch noch eine akute lymphatische Leukämie (ALL) nachgewiesen wurde. Er kämpfe, er spiele Gitarre, er baue ganze Legostädte – aber er habe Angst, schreibt das Social-Media-Team der DKMS und zitiert den 16-Jährigen dann mit bewegenden Worten.

„Von so vielen wurde ich schon vergessen“

„Angst. Ich habe Angst. Meine Leukämiezellen werden wieder mehr. Der Antikörper wirkt nicht. Die Therapiemöglichkeiten schwinden dahin. Letzte Nacht träumte ich, dass ich noch zehn Tage zu leben habe. Wer weiß, manchmal werden Träume wahr“, wird Max zitiert. Angst habe er nicht vor dem Tod, sondern davor, unter Schmerzen zu sterben. „Und ich habe Angst davor, vergessen zu werden. Von so vielen wurde ich schon vergessen. Manche Verwandte, Klassenkameraden, Kindergartenfreunde, Lehrer. Wenn ich erst einmal weg bin, wer wird sich, außer meiner Familie und den wenigen Menschen, die mir schreiben und Mut machen, an mich erinnern?“, fragt Max. Er hoffe, dass er noch ein wenig hierbleiben dürfe, „ein oder zwei Therapiemöglichkeiten gibt es noch“.

Zum Schluss folgt ein eindringlicher Appell an alle, die seine Worte lesen: „Seid froh, dass ihr gesund seid. Geht achtsam mit eurem Leben um. Ihr habt nur eins. Dass dieses eventuell bald vorbei ist, merkt man, wie in meinem Fall, leider meist erst viel zu spät.“

„Max, wir denken an dich jeden Tag!“

An die Facebook-Nutzer wendet sich die DKMS dann mit einem konkreten Anliegen: „Bitte hilf uns und schenk Max ein Lächeln. Er freut sich über Postkarten und Worte, die ihm Mut zusprechen und ihn nicht in Vergessenheit geraten lassen.“

Der Facebook-Post endet mit den Worten: „Max, wir denken an dich jeden Tag! Wir vergessen dich nicht. Nicht heute und erst recht nicht morgen. Ja, das sind vielleicht nur geschriebene Worte. Aber wir werden diesmal vor allem unsere Taten sprechen lassen.“

Der Facebook-Post wurde bis Samstagnachmittag bereits fast 600-mal kommentiert und über 4000-mal geteilt. Nutzer schreiben von Gänsehaut und Tränen, die sie in den Augen hätten. Von Worten, die ihnen fehlen würden angesichts eines Kindes, das gegen den Krebs kämpft. Und viele versprechen, dem 16-Jährigen zu schreiben.

RND/seb

Die Adresse für Postkarten an Max

Wer Max eine Postkarte schreiben möchte, kann das unter folgender Adresse tun: DKMS gemeinnützige GmbH Berliner Str. 40–41 10715 Berlin
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