Massenschlägerei in Bochum: Mehrere Verletzte - Flucht auf der A40 zur Raststätte Beverbach

13 Festnahmen

20 bis 30 Menschen sind am Sonntag auf einem Lidl-Parkplatz in Bochum aufeinander losgegangen - u.a. mit Mistgabeln. Die Polizei hat eine Mordkommission eingerichtet. Es gab 13 Festnahmen.

Bochum, Dortmund

01.12.2019, 16:55 Uhr / Lesedauer: 1 min
Massenschlägerei in Bochum: Mehrere Verletzte - Flucht auf der A40 zur Raststätte Beverbach

Im Bereich der Raststätte Beverbach konnte die Polizei mehrere Menschen festnehmen. © Dieter Menne

Nach einer Schlägerei mit mindestens einem Schwerverletzten auf einem Lidl-Parkplatz an der Freudenbergstraße in Bochum hat die Polizei 13 Menschen festgenommen. Man habe zudem sechs teils stark beschädigte Autos sichergestellt, in denen „Schlagwerkzeuge“ wie Baseballschläger und Mistgabeln gefunden wurden, sagte ein Sprecher der Polizei am Montag. Noch am Sonntag hatte die Polizei eine Mordkommission eingerichtet.

Zur Schlägerei verabredet

Bei der Schlägerei auf dem Parkplatz in Bochum-Hamme sind laut Polizei 20 bis 30 Menschen mit Gegenständen aufeinander losgegangen. Nach erstem Ermittlungsstand gehörten die 20 bis 30 beteiligten Männer aus Südosteuropa zwei Gruppen an, die sich zu der Schlägerei wohl verabredet hätten. „Ein zufälliges Aufeinandertreffen wird das nicht gewesen sein“, so der Polizeisprecher. Fünf Personen seien verletzt worden, drei von ihnen seien in Krankenhäusern in Behandlung. In Lebensgefahr schwebe aber niemand.

Nach der Schlägerei flüchteten einige der Beteiligte mit Autos über die nahe gelegene A40 Richtung Dortmund. Im Bereich des Parkplatz Beverbach konnte die Polizei ein Fahrzeug anhalten und mehrere Beteiligte festnehmen. Verstärkung bekam die Bochumer Polizei auch aus Dortmund.

Hintergründe im Rotlichtmillieu?

Wie die WAZ berichtet, könnte es sich bei der Massenschlägerei um eine Auseinandersetzung im Rotlichtmillieu handeln. Bereits seit längerer Zeit schwele ein Konflikt, bei dem es im vergangenen Jahr eine Brandstiftung und eine Messerattacke in einem Sauna-Club gegeben habe. Die Polizei bestätigte dies nicht.

Zunächst sollten die 13 Festgenommenen vernommen werden. Auch die sichergestellten Fahrzeuge würden genau unter die Lupe genommen, kündigte der Bochumer Polizeisprecher an.

kar/dpa

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