Maskenaffäre: 1,2 Millionen Euro bei Bayerns Ex-Justizminister Sauter sichergestellt

CSU

Alfred Sauter gehört zu den Beschuldigten in der Maskenaffäre. Er soll über eine Million Euro durch Maskenlieferungen erhalten haben. Nun gibt es weitere Konsequenzen für den CSU-Politiker.

19.04.2021, 09:06 Uhr / Lesedauer: 1 min
Gegen den CSU-Politiker Alfred Sauter wird wegen Korruptionsverdacht ermittelt.

Gegen den CSU-Politiker Alfred Sauter wird wegen Korruptionsverdacht ermittelt. © picture-alliance / dpa

In der Maskenaffäre gibt es weitere Konsequenzen für den CSU-Politiker Alfred Sauter. Das Oberlandesgericht München hat einen sogenannten Vermögensarrest in Höhe von 1,2 Millionen Euro gegen den ehemaligen bayrischen Justizminister verhängt. Das berichtete die Süddeutsche Zeitung (SZ).

Demnach habe die Justiz bei dem Abgeordneten und Anwalt Vermögen in dieser Höhe bereits sichergestellt. Dieser Schritt solle verhindern, dass die Geschäfte mit den Schutzmasken zu Lasten des Staates oder Steuerzahlers führen. Bei den Maskendeals sind hohe Profite angefallen.

Ermittlungen wegen Korruptionsverdacht

Sauter soll als Rechtsanwalt laut dem Medienbericht mehr als eine Million Euro durch Maskenlieferungen erhalten haben. Demnach war er an Geschäften beteiligt, die eine Firma aus Hessen an deutsche Ministerien vermittelt hat. Der Rechtsanwalt bestreitet die Vorwürfe.

Die bayrische Generalstaatsanwalt ermittelt bereits gegen ihn wegen Korruptionsverdachts in der Maskenaffäre. Erst vor wenigen Wochen trat der Landtagsabgeordnete nach massivem Druck aus der CSU-Fraktion aus. Sauter bestreitet die Vorwürfe jedoch weiter.

Die Ermittlungen stehen in Zusammenhang mit Korruptionsvorwürfen gegen den mittlerweile aus der CSU ausgetretenen Bundestagsabgeordneten Georg Nüßlein, der wie Sauter ebenfalls aus dem schwäbischen Landkreis Günzburg stammt.

Laut der SZ äußerten sich weder Sauter noch das Oberlandesgericht weiter zu dem Fall. Auch wie konkret der Vermögensarrest vollzogen wurde, sei nicht bekannt.

RND

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