Mann will Kinder im Internet bestellen und sie in den Backofen stecken

Gerichtsfall

Ein Mann aus Ostwestfalen wollte vier Kinder im Internet bestellen und sie, wie er im Gerichtsprozess äußerte, schreddern oder in den Backofen stecken.

Detmold

12.03.2021, 19:57 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein Junge steht am Freitag bei einer UNICEF-Aktion gegen Kinderhandel mit einem Schild "Unverkäuflich" auf dem Rathausplatz in Freiburg.

Ein Junge steht am Freitag bei einer UNICEF-Aktion gegen Kinderhandel mit einem Schild "Unverkäuflich" auf dem Rathausplatz in Freiburg. © picture-alliance / dpa/dpaweb (Symbolbild)

Nach einem versuchten Ankauf von Kindern über eine Handelsplattform im Internet muss ein 25 Jahre alter Mann in die Psychiatrie. Das Landgericht Detmold verurteilte ihn am Freitag zu einer Haftstrafe von einem Jahr und sechs Monaten. Dabei sah es das Gericht als erwiesen an, dass der Detmolder seine Bereitschaft zu einer Straftat signalisiert hatte. Den angeklagten Vorwurf des versuchten Kinderhandels hat das Gericht verworfen.

Mann wollte in vier Fällen Kinder im Internet bestellen

Ein Gutachter hatte dem Angeklagten wegen eines Gendefekts eine verminderte Schuldfähigkeit attestiert (Az.: 21 Ks 3/21). Der 25-Jährige hatte in vier Fällen versucht, Kinder zu bestellen. Mehrere Zeuginnen waren zum Schein auf Anfragen mit Geldgeboten eingegangen.

Dabei hatte der gelernte Schneider geäußert, das Kind anschließend schreddern oder in den Backofen stecken zu wollen. Das Gericht stufte die Aussage des Deutschen als glaubhaft ein. Ein Gutachter hatte bei dem Angeklagten eine pädophile Neigung, eine Triebstörung und eine hirnorganische Schädigung festgestellt.

dpa

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