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„Weggucker“ im Visier

LÜNEN „Wir gucken wenigsten noch hin!“, so das Motto des Kabarett-Ensembles „Die Buschtrommel“ aus Münster. 15 Jahre Bühnenjubiläum, da gab es viele „gefühlte Höhepunkte“, die Donnerstagabend auf der Bühne im Jugendzentrum Lükaz präsentiert wurden.

von Von Volker Beuckelmann

, 23.11.2007
„Weggucker“ im Visier

Immer gut drauf und zu bissigen Pointen aufgelegt: Die Drei der „Buschtrommel“.

Tatort Jugendzentrum „Lükaz“. „Und wenn das nächste Mal ein Mann ein Liedchen pfeift - auch im Dunkeln - immer Lächeln“, so der Tipp eines verschrobenen „Serienmörders“. Dieser war natürlich nicht ernst gemeint, sondern schwarzer „Galgenhumor“.

Fast keine gesellschaftliche Gruppe war sicher vor den drei Buschtrommel-Mitgliedern Andreas Breiing, Ludger Wilhelm und Jörg Fabrizius. Sie nahmen alles und jeden auf die „Schippe“.

Rationalisierungswut

„Ein Euro ist noch zu viel. Unter Null ist das Ziel“ sangen sie als herzlose Manager, die sich in ihrer Rationalisierungswut gegenseitig übertrumpfen wollten. „Früher fragte man, was bringt das. Heute was kostet das“. Es gab keine plumpen Sprüche, sondern die ganze Bandbreite des Lebens mit der menschlichen und unmenschlichen Dimension unserer modernen Welt.

Die Gesellschaft der „Weggucker“ hatte es ihnen auch angetan. Mit Feldstechern in der Hand prangerten die drei Kabarettisten voyeuristisch schockierende Erlebnisse von Spannern an, ob die gestürzte Oma mit ihrem offenem Bruch oder der Junkie, der sich kaum noch rührte.

Tolles Ambiente

Bissige Pointen, Fernsehreporter, die hektisch dem „Nichts“ nachjagen oder Inkassounternehmer, die ihre „Kohle“ vom Publikum haben wollten, das kam gut an. Erstmals war nicht der Hansesaal Veranstaltungsort von Kleinkunst, sondern das Jugendzentrum gegenüber. Drei schwarze Stühle vor schwarzen Vorhängen und drei Kabarettisten, mehr brauchte es nicht für einen unterhaltsamen Abend.

Die Atmosphäre kam gut an beim Publikum. „Hier ist es schön gemütlich. Das Ambiente ist klasse. Die Werbung müsste aber noch stärker nach außen getragen werden“, meinten Marion und Rudolf Werner aus Hamm.

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