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Verse voller Zuversicht

HORSTMAR Gesungene und gespielte Lieder, Verse und Gedanken zu Paul Gerhardt bestimmten am Sonntag das Konzert in der Christuskirche.

von Von Martina Niehaus

, 12.11.2007
Verse voller Zuversicht

<p>Mit dem Lied "Geh aus mein Herz" eröffnete der Posaunenchor Preußen das Konzert in der Christuskirche. </p>

Denn zum Jubiläumsjahr des Pfarrers und Kirchenliederkomponisten Paul Gerhardt, der vor 400 Jahren geboren wurde, hatten Sänger und Instrumentalisten ein abwechslungsreiches Programm vorbereitet.Der Posaunenchor Preußen unter der Leitung von Reinhold Kluge übernahm den feierlichen Einstieg mit einem der wohl bekanntesten Lieder Paul Gerhardts, "Geh aus, mein Herz".

Anschließend begrüßte Pfarrer Winfried Moselewski die Besucher. Man wolle an diesem Abend, so der Pfarrer, "einen Gang durch das Liedgut" Paul Gerhardts unternehmen.

Unbeständige und gefahrvolle Zeiten

Obwohl Paul Gerhardt zu den unbeständigen und gefahrvollen Zeiten des 30-jährigen Krieges gelebt und als Seelsorger die Nöte seiner Mitmenschen direkt mitbekommen habe, sei er nie pessimistisch gewesen. "Seine Liedertexte strahlen Gelassenheit und Freude, Zuversicht, ein unerschütterliches Gottvertrauen und große Fröhlichkeit aus", erklärte Moselewski.

Abwechselnd oder zusammen spielten der Posaunenchor, der Gitarrenchor Preußen unter der Leitung von Gisela Kortenbruck, der Kirchenchor unter dem Dirigat von Organist Wilfried Gunia sowie verschiedene Instrumentalmusiker (Wilfried Gunia, Winfried Moselewski, Hannelore Klusmann). Auch die Gemeinde war ausdrücklich dazu aufgefordert, mitzusingen. Denn: "Paul Gerhardt kann man nicht nur hören, den muss man auch selbst singen", erklärte Moselewski.

Bekannte Lieder neu interpretiert

Das Besondere des Konzertes bestand vor allem darin, dass viele der bekannten Lieder neu interpretiert wurden. So deklamierte Pfarrer Moselewski den Vers "Warum sollt ich mich denn grämen", während er im Hintergrund von Klavier und Blockflöte begleitet wurde. Bei anderen Liedern wurden die Melodien in unterschiedlichen Variationen und "Arrangements" gespielt. Auch der stetige Wechsel der Instrumente bzw. Sänger sorgte für Vielfalt.

Zwischendurch erfuhren die Besucher Einzelheiten aus dem Leben Paul Gerhardts, über seinen Umgang mit Sterben und Tod beispielsweise oder seine Ansichten zu weltlichen Problemen. "Paul Gerhardt hatte durchaus drastische Bilder für Bitterkeit, die aber in tiefem Vertrauen auf den guten Weg, den Gott ebnen wird, gebettet sind", erläuterte Pfarrer Moselewski.

Seine Ausführungen erhellten die sehr realen Hintergründe für viele der Lieder. Der ausgewogene Wechsel von Text und Musik ließ das Konzert in der Christuskirche für die Besucher zu einem interessanten, informativen und doch musikalisch-lebendigen Erlebnis werden.

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