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Schüler fragen, Experten antworten

LÜNEN Vorsätze und Flexibilität sind nicht nur beim Studium der Technik und der Naturwissenschaft gefragt, sondern auch im Beruf.

von Von Volker Beuckelmann

, 06.11.2007
Schüler fragen, Experten antworten

Auf großes Interesse stieß der Berufsinformationsabend des Rotary-Clubs Lünen.

„Ich bin organischer Geochemiker und habe mit meinem Beruf nicht mehr viel zu tun. Dafür laufe ich heute im Müll rum“, flachste Dr. Ansgar Fendel am Montag beim Berufsinformationsabend des Rotary-Club Lünen.

Infos über Kreislaufwirtschaft

Im Remondis Lippewerk präsentierte er als Geschäftsführer im Schnelldurchlauf die industrielle Kreislaufwirtschaft. Mann und Frau können ihren Weg nach oben gehen, das erfuhren rund ein Dutzend Schülerinnen und Schüler der Berufsgruppenklasse Technik und Naturwissenschaft. „Herr Rethmann senior hat nicht studiert, seine Söhne wohl“, sagte Ansgar Fendel und ergänzte stolz: „Remondis hat heute 34 000 Mitarbeiter und 500 Standorte weltweit. Remondis ist der Weltführer in Technik.“ Die Aufbereitung von Stoffen sei die Zukunft.

Studium ist die Eintrittskarte

Fragen zum Inhalt des Ingenieur-Studiums hatte Nina Schröer (18), die mit ihrer Mutter Barbara und Schwester Natascha kam. „Ich interessiere mich für den Schwerpunkt Biologie“, sagte Nina und sprach mit Astrid Orlet, Studienberaterin der Arbeitsagentur. „Das Studium ist die Eintrittskarte. Wenn man weiß, wohin man möchte, dann klappt das auch“, so Michael Simon (28), der als Entsorgungsingenieur bei Remondis arbeitet.

Praktika sind wichtig

Er selbst sei als Zivildienstleistender in der Freizeit schon in die Uni gefahren und habe mit Studenten geredet. Auch Praktika seien geeignet, sich vorher zu informieren. „Damals wurde man mit drei Berufen in zehn Jahren als Wanderpokal bezeichnet. Heute gilt das Gegenteil: Ausland ja, Sprachen ja“, sagte Michael Kremer, Rotary-Mitglied. „Der Akademische Austauschdienst ist eine super Sache“, so Heinrich Schulte-Witten, der ein Jahr in Brasilien war, Landwirtschaft studiert hat und sich selbstständig gemacht hat. Das Vorstudium sei oft knüppelhart mit vielen Fakten und hohen Durchfallquoten. Aussieben sei keine Drohung, sondern eine Chance, so die Experten. 

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