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Russische Lehrerin "paukt" am "Stein"

LÜNEN „Sie können ihre Meinung einfach sagen, miteinander diskutieren, ganz frei. Das gefällt mir sehr“´, sagt Tatjana Ilescheva. Für drei Wochen besucht die russische Deutsch-Lehrerin das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium, um bei einer Hospitation das deutsche Schulsystem näher kennen zu lernen.

von Von Volker Beuckelmann

, 28.11.2007
Russische Lehrerin "paukt" am "Stein"

„Das ganze Schulsystem ist anders“, sagt Tatjana Ilescheva (2.v.l.). Gestern besuchte sie den Unterricht der Klasse 9b mit der Lehrerin Marita Funhoff (l.).

„Tatjana“, so wird die 39-jährige Lehrerin von allen freundschaftlich genannt, nimmt am normalen Schulalltag teil. So hat sie die Klassen 5, 7, 9 und 11 im Unterricht besucht. Gestern stand u.a. ein Bewerbungstraining in der Klasse 9 b auf dem Programm. Viele Fragen über das russische Schulsystem oder über die Dauer der Ferien hatten die Schüler gestellt und dabei zum Teil ihre eigenen Pausen vergessen.

Gruppenarbeit

Alle Beteiligten konnten viel voneinander lernen. „Einige methodische Elemente kann ich auch in meinen Stunden verwenden, zum Beispiel Gruppen- oder Partnerarbeiten“, sagt Tatjana Ilescheva. Seit 1991 arbeitet sie in der „Mittleren Schule Nr. 1“ im 10 000 Einwohner zählenden Ort Krasny Jar, der in der Nähe des Kaspischen Meeres liegt.

Direkt zum Abitur

Die Schulen in Russland haben die Klassen 1 bis 11 und führen direkt zum Abitur, erklärt die Lehrerin und sagt: „Ab dem 2. Schuljahr kommt eine Fremdsprache hinzu, zum Beispiel Englisch, Deutsch oder Französisch.“ Nach jeder Stunde gibt sie den Schülern eine persönliche Noten in Schülertagebüchern, die die Eltern einsehen können.

Organisiert vom Goethe-Institut

Organisiert wurde der Austausch vom Goethe-Institut im Rahmen des Programms „Begegnung mit der Schule in Deutschland“, das von der Kultusministerkonferenz aufgelegt wurde. Gastgeber für Tatjana Ilescheva sind die beiden Lehrerinnen Hanna Scholle und Marita Funhoff. Am Sonntag geht es zurück ans Kaspische Meer mit vielen Souvenirs im Gepäck und vielen Eindrücken im Kopf.

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