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"Runder Tisch": Klinikleitung stellte sich der Diskussion

St.-Marien-Hospital

Offen für Kritik, aus Fehlern lernen - die Krankenhausleitung des Klinikums Lünen St.-Marien-Hospital hat sich am Montagabend der Diskussion gestellt. Am "Runden Tisch", initiiert von den Ruhr Nachrichten, brachten sechs Patienten ihre Unzufriedenheit an höchster Stelle vor.

LÜNEN

von Von Magdalene Quiring-Lategahn

, 10.05.2011
"Runder Tisch": Klinikleitung stellte sich der Diskussion

Das Marien-Hospital in Lünen.

Hintergrund ist der Fall eines neunjährigen Mädchens, das mit Verdacht auf akute Blinddarmentzündung von einer Ärztin der Zentralen Aufnahme abgewiesen worden war. Die Begründung: „Wir behandeln keine Kinder“.

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"Runder Tisch" im Marien-Hospital

Werden Patienten an der Notaufnahme im St.-Marien-Hospital abgewiesen? Im Fall eines Mädchens mit Verdacht auf Blinddarmentzündung war das so. Auf Anregung der Ruhr Nachrichten stellte sich die Krankenhaus-Leitung der Diskussion am "Runden Tisch".
10.05.2011
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Kritiker, Krankenhausleitung und Vertreter der Ruhr Nachrichten am "Runden Tisch" im St.-Marien-Hospital.© Foto: Günther Goldstein
Im Gespräch (v.r.): Chefarzt Prof. Dr. Christian Perings, Dr. Michael Funke, Vorsitzender des Ärztevereins Lünen, Pflegedirektorin Heike Plaga, Chefarzt Priv.-Doz. Dr. Roland Kurdow und Kritiker Helmut Reising.© Foto: Günther Goldstein
Die Patienten berichten von ihren negativen Erfahrungen (v.l.): Brunhilde Raffloer, Nadja Preuß, Christiane Uttendorf, Wilhelm Heil. Rechts Dr. Karl Schürmann, Vorsitzender des Kuratoriums.© Foto: Günther Goldstein
Diskussion am "Runden Tisch".© Foto: Günther Goldstein
Diskussion am "Runden Tisch".© Foto: Günther Goldstein
Nadja Preuß berichtet, wie sie mit ihrer kranken Tochter abgewiesen wurde.© Foto: Günther Goldstein
Diskussion am "Runden Tisch".© Foto: Günther Goldstein
Diskussion um Probleme von Patienten mit der Zentralen Aufnahme des Krankenhauses.© Foto: Günther Goldstein
Auf der Seite der unzufriedenen Patienten (v.l.): Ehepaar Ufer, Brunhilde Raffloer, Nadja Preuß, Christiane Uttendorf und Wilhelm Heil. Daneben Dr. Karl Schürmann, Vorsitzender des Kuratoriums des St.-Marien-Hospitals.© Foto: Günther Goldstein
Axel Weinand, Geschäftsführer des St.-Marien-Hospitals, stellt der Dikussionsrunde einen kurzen Vortrag über die Entwicklung des Krankenhauses voran.© Foto: Günther Goldstein
Mit einer Suppe als Stärkung begann der "Runde Tisch". Geschäftsführer Axel Weinand bediente die Gäste persönlich.© Foto: Günther Goldstein
Schlagworte Lünen

Die Klinikleitung räumte umgehend ihren Fehler ein und erklärte: Natürlich werden Kinder erstversorgt, aber - weil das Klinikum nicht auf kleine Patienten spezialisiert ist - in bestimmten Fällen dann weitergeleitet an eine Kinderklinik.

Die Veröffentlichung über den Fall hatte bei einigen Patienten negative Erinnerungen an eigene Erfahrungen geweckt. Teilweise liegen sie schon länger zurück, hallen aber immer noch nach. Nicht ernst genommen und abgewiesen zu werden, das beschäftigte die Teilnehmer besonders.Aus dem „Runden Tisch“ einen „reinen Tisch“ machen, dieses Ziel verfolgte Geschäftsführer Axel Weinand im Beisein von zwei Chefärzten und der Pflegedirektorin. Sie nahmen zu jedem Fall Stellung.

Zudem erläuterte Axel Weinand die veränderten Strukturen der Zentralen Aufnahme wie auch die rasante Entwicklung des Krankenhauses in den vergangenen Jahren. Bei 60.000 Patienten gebe es jährlich 60 bis 80 Beschwerden. „Jede einzelne ist Chefsache“, so Weinand. Er dankte den Teilnehmern, dass sie den Mut hatten, sich der Diskussion zu stellen. „Das, was wir hier besprechen, hilft uns allen weiter“, so Weinand.

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