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Notruf bei Verdacht

LÜNEN Bei einem Herzinfarkt geht es um Minuten. Rechtzeitig über die Notrufnummer 112 den Rettungswagen anzufordern, kann den Unterschied zwischen Leben und Tod ausmachen.

von Von Peter Fiedler

, 08.11.2007
Notruf bei Verdacht

Priv.-Doz. Dr. Christian Perings am Modell eines Herzens. Der Chefarzt will Patienten sensibilisieren, die Warnsignale des Körpers für einen Herzinfarkt richtig zu deuten.

„Von den knapp 160 000 Menschen, die jährlich in Deutschland an den Folgen eines Herzinfarktes sterben, stirbt die Hälfte in der Zeit zwischen dem Auftreten der ersten Symptome und der Aufnahme im Krankenhaus“, weiß Priv.-Doz. Dr. Christian Perings, Chefarzt der Medizinischen Klinik I am St.-Marien-Hospital.

Mit einem Patientenseminar am 17. November von 9 bis 12 Uhr im Technologiezentrum Lüntec will er die Patienten sensibilisieren, schon beim Verdacht auf Infarkt 112 zu wählen.

Symptome

Brustenge, Herzenge, Schmerzen, die von der linken Brustseite in den linken Arm, den Unterkiefer oder den Rücken ausstrahlen, Herzrasen, Herzstolpern oder Luftnot können solche Symptome sein. Vor allem beim Mann. Bei Frauen ist die Sache schwieriger. „Hier können Schwindel, kalter Schweiß und Erbrechen auf einen Infarkt hindeuten, insbesondere bei Risikofaktoren wie hoher Blutdruck, Diabetes, gestörtem Fettstoffwechsel oder Infarkthäufigkeit in der Familie“, so der Chefarzt.

Das Seminar deckt die gesamte Themenpalette von den ersten Symptomen über die Rettungskette, die Behandlung in der Klinik bis hin zum Leben nach dem Infarkt ab. Referenten sind neben Chefarzt Dr. Perings die Oberärzte Dr. Andreas Helfen und Rainer Halfenberg, der Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie, Priv.-Doz. Dr. Wolfram Wilhelm, der niedergelassene Kardiologe Klaus Erdmann und Axel Weinand, Verwaltungsdirektor des St.-Marien-Hospitals.

Er wird als Spende des Krankenhauses einen Defibrillator übergeben, der im Lüntec seinen Platz finden soll. Das Gerät kann bei einem Herzstillstand lebensrettend sein. Weitere Defibrillatoren befinden sich im Rathaus und in der Sparkassen-Hauptstelle. „Sponsoren sind jederzeit willkommen“, ruft Weinand zur Nachahmung auf.

Das Seminar im Lüntec, Heinrichstraße 51, ist kostenlos, eine Anmeldung nicht erforderlich.

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