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Lünen im Thermografie-Check

LÜNEN Alle Welt redet von der Klimakatastrophe und der Notwendigkeit, Energie zu sparen. RN-Redakteur Peter Fiedler war mit dem Thermografie-Experten Oliver Turrek in der Stadt unterwegs, um den öffentlichen Gebäuden in Sachen Energieverbrauch einen "thermografischen Besuch" abzustatten. Das Ergebnis: Nicht alle öffentlichen Gebäude sind gut gedämmt.

von Von Peter Fiedler

, 30.11.2007

„Dieses Gebäude ist schwer zu thermografieren“, sagt Oliver Turrek, als er mit seiner Kamera vor dem Verwaltungssitz der Stadtwerke steht – und auf die glatte Fassade blickt, in der sich sogar Häuser von der anderen Seite der Borker Straße spiegeln.    Diese Effekte registriert auch die Wärmebildkamera. Dadurch könnte sich das Ergebnis verfälschen. Die Qualität der Aufnahme reicht aber doch, um Turrek zu dem Urteil kommen zu lassen, dass es sich „augenscheinlich um ein recht gut gedämmtes Gebäude“ handelt.Mit der Kraft der SonneMehr noch: In der Fassade verbergen sich Fotovoltaik-Module, die aus der Kraft der Sonne Strom erzeugen. Auf 14,4 Kilowatt bringt es die Anlage. Der Strom wird ins öffentliche Netz eingespeist. Natürlich wäre die Ausrichtung zur Sonne auf einem Dach besser als auf der Gebäude-Fassade, aber die Stadtwerke wollten in Sachen regenerativer Energieerzeugung mit gutem Beispiel vorangehen. Das trifft offensichtlich auch auf die Wärmedämmung des Gebäudes zu, wo die Aufnahme mit der Kamera zeigt. Wärme entweicht nur an einigen gekippten Fenstern. Ansonsten gibt sich das Stadtwerke-Gebäude „kühl“.

300 bis 400 Euro kostet es, ein Gebäude per Thermografie analysieren zu lassen – detaillierte Auswertung inklusive. Der Preis resultiert unter anderem daraus, dass allein die Kamera 36 000 Euro kostet. Vor allem bei größeren Gebäuden macht die Ersparnis, die man später durch gezielte Beseitigung der energetischen Schwachstellen erzielen, den Preis der Thermografie mehr als wett.

  

Da Oliver Turrek die Kamera nun schon einmal hat, nutzt er sie ab und an auch mal privat. Wenn sich die Freundin krank fühlt, reicht eine Aufnahme. Schon weiß er, ob sie Fieber hat.

Mehr zu diesem Thema lesen Sie morgen in der Samstags-Reportage in Ihren Ruhr Nachrichten.

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