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Länger warten am Wochenende

LÜNEN-SÜD Die Auswirkungen der Sparmaßnahmen in Lünen finden ihren Niederschlag auch im Nahverkehrsplan – als Grundlage für alle Verkehrsdienstleistungen im Kreis Unna.

von Von Ludwig Overmann

, 08.11.2007
Länger warten am Wochenende

Von der City mit dem Bus in den Lüner Süden: An Werktagen soll es im gewohnten Takt weitergehen.

Die Vorgabe des Ratsbeschlusses lautet 90 000 Euro pro Jahr. Auf 70 000 Euro pro Jahr für Lünen kommt der Gutachter, der im Auftrag des Kreises das Einsparvolumen für alle zehn kreisangehörigen Kommunen auf 517 000 Euro pro Jahr errechnet hat. Also müssen weitere 20 000 Euro eingespart werden. Die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion, Brigitte Cziehso (Foto), berichtete am Dienstag der SPD-Oberbecker im Lokal Sandmeier über den aktuellen Stand des Nahverkehrsplans.

Rhythmus von zehn auf 15 Minuten verlängert

Für Lünen-Süd bedeute die Vorgabe des Ratsbeschlusses: Während der Takt der Buslinien, die über Lünen-Süd die City ansteuern, an Wochentagen – vor allem mit Blick auf die Pendler – beibehalten werde, wird nach dem Entwurf der Rhythmus an den Wochenenden von zehn auf 15 Minuten verlängert. Dadurch müsste die Verkehrsgesellschaft Kreis Unna (VKU) ein Fahrzeug weniger einsetzen.

Unverändert bleibt nach den Plänen die Linienführung, so dass der Bus mit der Nummer 114 abwechselnd durch die Luther- und die Heinestraße fahre. Eine Anpassung soll es bei der Benennung der Linien geben. Während der Rat in Lünen das Konzept mittrage, hätten sieben der zehn Kommunen des Kreises Widerspruch gegen die Vorschläge des Gutachters eingelegt.

Fehlender Sparwille anderer Kommunen

Die spannende Frage: Wenn der Kreistag am 4. Dezember über das Konzept entscheiden wird, inwieweit wird sich der fehlende Sparwille der anderen Kommunen auf den Lüner Haushalt auswirken, fragte Cziehso.

Weitere Einsparmöglichkeiten bei der VKU sah sie in der Entzerrung von Schulanfangs- und -endzeiten von 30 auf 60 Minuten, so dass die Busse nicht gleichzeitig eingesetzt werden müssten, um die einzelnen Standorte zu erreichen.

Dadurch würde im Kreis das Defizit um einen sechsstelligen Beitrag verringert. Sie erwartet aber eine schwierige Diskussion mit Lehrern und Eltern. Im Wahlkampfprogramm für die Kommunalwahlen 2009 soll der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) unter dem Aspekt Klimaschutz eine Rolle spielen. Ziel müsse es sein, mehr Fahrgäste auf die Busse zu bringen.

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