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Immer noch zu viel Blei im Boden rund um Aurubis

Kein Blattgemüse essen

Genau vor einem Jahr wurde den Menschen im Umfeld der Firma Aurubis AG und des Stadthafens der Verzicht auf Blattgemüse empfohlen. Grund: zu viel Blei im Boden. Daran hat sich leider nicht allzu viel geändert. Das meldete das zuständige Landesamt am Montag.

LÜNEN

von Ruhr Nachrichten

, 30.05.2011
Immer noch zu viel Blei im Boden rund um Aurubis

Peter Helmstedt vom Kleingartenverein Buchenberg wollte im Vorjahr eigentlich diesen Kohlrabi pflanzen. Tat er aber nicht. Stattdessen wanderte das Gemüse in den Müll.

Vor einem Jahr war den Bürgern rundum geraten worden, auf Blattgemüse wie Salat, Endivie, Spinat und Mangold sowie Grünkohl zu verzichten. Grund war eine Überschreitung der von der EU festgesetzten Höchstwerte für Blei in Lebensmitteln.

Keine durchgängigen Verbesserungen Die vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) inzwischen in zehn Lüner Gärten durchgeführten und ausgewerteten Wiederholungsuntersuchungen zeigen beim Vergleich der aktuellen Werte gegenüber dem Jahr 2009, dass bei den untersuchten Gemüsearten im aktuellen Jahr keine durchgängige Verbesserung der Situation eingetreten ist. Daher empfehlen LANUV und Bezirksregierung Arnsberg in Absprache mit dem Kreis Unna und der Stadt Lünen, auch in diesem Jahr auf den Anbau und den Verzehr der genannten Gemüsesorten zu verzichten.

Die Untersuchungsergebnisse belegen jedoch auch, dass Neueinträge über den Luftpfad im Spätherbst 2010 deutlich zurückgegangen sind. Hier zeigen sich erste Erfolge der auf dem Betriebsgelände der Firma Aurubis AG durchgeführten Emissionsminderungsmaßnahmen. Gleichzeitig erhärtet sich damit die Annahme, dass ein nicht unerheblicher Teil der im untersuchten Grünkohl festgestellten Belastungen vom Boden in die Pflanze gelangt.

Um die Ursachensuche weiter zu präzisieren und fortzusetzen, hatten Bezirksregierung und LANUV im April 2011 unter anderem auf dem Gelände der Firma Aurubis AG als auch auf den Betriebsgeländen entlang des Kanals und des Gewerbegebietes Wethmarheide Fegeproben genommen, deren Ergebnisse derzeit noch nicht vorliegen.Für dieses Gebiet gilt die Verzehrempfehlung

Das Gebiet mit vorsorglichen Anbau- und Verzehrempfehlungen umfasst im Westen den Bereich östlich der B 54, einschließlich der Kleingartenanlage Buchenberg, beginnend am Datteln-Hamm-Kanal und von dort nach Norden verlaufend bis zur Röntgenstraße bzw. Moltkestraße und weiter nach Norden entlang der Konrad-Adenauer- Straße bis zur Lippe und der Lippe stromaufwärts folgend bis zur Eisenbahnlinie. Im Süden wird die Fläche vom Datteln-Hamm-Kanal bis zur Brücke an der B 54 begrenzt.

Die betroffenen Kleingartenvereine sollten am Montag über die Ergebnisse der Untersuchungen und die erneut ausgesprochene Verzehrempfehlung durch Vertreter des LANUV, der Bezirksregierung und des Kreises Unna informiert werden.  In diesem Bereich müssen Bürger vorsichtig sein:

 

Blei-Belastung Lünen auf einer größeren Karte anzeigen

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