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Gesund wie Bolle

BRAMBAUER Die Klinik am Park ist immun gegen Herbst-Depressionen. Ihr Bulletin macht richtig gute Laune. Nachdem drei Quartale abgerechnet worden sind, erwartet Geschäftsführer Andreas Schlüter ein "sehr zufriedenstellendes Betriebsergebnis für dieses Jahr."

von Von Karl-Heinz Knepper

, 07.11.2007
Gesund wie Bolle

Andreas Schlüter zeigt: Aus dieser Baustelle entsteht das Medizinische Zentrum.

Und das trotz einer Steigerung der Personalkosten von circa fünf Prozent. "Diese Zusatzbelastung haben wir durch interne Umstrukturierungen ausgleichen können", sagt Schlüter. Arbeitsabläufe seien optimiert, Einsparungschancen verwertet worden.

"Wenn vieles auf den Prüfstand kommt, ist manches möglich." Ein typischer Schlüter-Blüter. Die vorliegenden Abrechnungszahlen jedenfalls ließen auf ein "sehr gutes Jahr schließen."

Dass die Klinik mit ihrer rasanten innovativen Schrittfolge aus der Reihe der Krankenhäuser tanzt, die sich im langen Schatten einer drohenden Schließung wähnen, sei auch dem guten Standort geschuldet.In einem konkurrenzfreien Radius von etwa zehn Kilometern lasse es sich rentabel wirtschaften.

Einzugsgebiet ist "Riesen-Standortfaktor"

"Das Einzugsgebiet ist für ein Haus unserer Größe ein Riesen-Standortfaktor", weiß Schlüter. Beim Blick aus dem Fenster sieht dieser Mann weniger den grauen Herbst des Kalenders, als vielmehr eine leuchtende Zukunft aufmarschieren.

"Unser im Bau befindliches Medizinisches Zentrum, das wir mit rund vier Millionen Euro kalkuliert haben, soll im Dezember nächsten Jahres fertig sein." Draußen machen wir ein Bild. Der Geschäftsführer auf der Baustelle. Unten öffnet sich die Baugrube. Schlüters macht den Arm-Ruderer. Zeigt hier. Erklärt dort. Grüßt ständig Bauarbeiter. Hier entsteht dies. Drüben das. Die klassische Es-wird-was-Rhetorik.

Vier Großbaustellen hat die Klinik abzuarbeiten

90 Prozent aller Maßnahmen, die in der Bauphase Patienten und Mitarbeiter betreffen würden, würden im nächsten Jahr abgeschlossen. Vier Großbaustellen hat die Klinik außer dem Medizinischen Zentrum abzuarbeiten: Den Bau der neuen Ambulanz zur Brechtener Straße, die künftigen neuen OPs, die neue Klinik-Küche und die geplante Patienten-Aufnahme.

Neun Facharzt-Disziplinen möblieren das MZ mit Kompetenz. Die Schnittmenge von ambulanter und stationärer Behandlung soll dem Patienten vermitteln, dass die Klinik zum Zentrum, das Zentrum zur Klinik gehört. Anders als erst geplant wird das MZ jetzt doch teilweise unterkellert. Andreas Schlüter: "Beim Abriss der Physiotherapie haben wir festgestellt, dass das der Boden teilweise ausgetauscht werden muss."

Bauträger und Komplett-Finanzierer

Die Klinik am Park tritt beim MZ als Bauträger und Komplett-Finanzierer auf, ohne dass den Bilanzen der gefürchtete "Rotstich" oder noch Ärgeres drohe. Schlüter: "Das Medizinische Zentrum ist jetzt schon komplett vermietet." Da kann der Herbst vor dem Fenster in noch so grauer Melancholie versinken. Hier ist Frühling im November angesagt.

  

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