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Dealer übers Ohr gehauen

LÜNEN Was vor sieben Jahren auf dem Parkplatz eines Schwimmbades in Münster begann, endete heute für zwei Männer aus Lünen auf der Anklagebank des Landgerichts Münster.

von Von Martin von Braunschweig

, 19.11.2007

Ein früherer Drogendealer (40) hatte sie in seinem eigenen Verfahren verpfiffen - und damit die Lebensplanung der beiden 31 und 32 Jahre alten Freunde ordentlich durcheinander gebracht. Der eine hat seit langem einen sicheren Job als Mechaniker, der andere will in anderthalb Jahren sein Studium abschließen. Mit Drogen wollen die beiden nichts mehr zu tun haben. Nun aber droht ihnen eine mehrjährige Haftstrafe.

Handel mit 22 Kilo "Stoff"

Handel mit 22 Kilo Haschisch und Marihuana wirft ihnen die Staatsanwaltschaft vor - und Betrug. Die beiden Freunde sollen ihren Dealer aus Münster im Oktober 2000 übers Ohr gehauen haben. Statt der vereinbarten 100 000 Mark drückten sie ihm nur eine verschnürte Tasche mit Papierschnipseln in die Hand. "Ich hatte doch keine Ahnung, woher ich das Geld nehmen sollte", sagte der 31-Jährige den Richtern.

Vater unter Druck gesetzt

Wenn der junge Mann tatsächlich geglaubt hatte, mit diesem Trick durchzukommen, sollte er sich schon wenige Tage später bitter getäuscht sehen. Er selbst befand sich im Urlaub, als ihn ein Anruf seines Vaters erreichte: "Junge, du musst sofort nach Hause kommen." Der Dealer und mehrere Kollegen aus den Niederlanden hatten den Vater des 31-Jährigen in Lünen ausfindig gemacht und gehörig unter Druck gesetzt. Kurz darauf machten alle den krummen Deal wieder rückgängig. Eigentlich war die Geschichte mit der Rückabwicklung abgeschlossen - wenn nicht die Polizei in Münster vor zwei Jahren den 40-Jährigen geschnappt und zu einer Lebensbeichte überredet hätte.

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