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Brötchen mit Brambauer

BRAMBAUER Das nennt man Groß- und Wichtigsprechung: Bei fünf Rednern, die sich über das zehnjährige Bestehen des Markttreffs gebeugt haben, kamen 16mal die Wörter „Matta“, „Martha“ oder „Martha Ahlers“ vor.

von Von Karl-Heinz Knepper

, 22.11.2007

Dieselbe rollte, leicht errötend, mit den Augen. Macht nich so´n Gedöns, mag sie gedacht haben.

Der Saal voll. Schön dekoriert. Die extra bedruckten T-Shirts der Helfer („Markttreff“) ein Hingucker. Die Promis pünktlich („Großartig, was hier entstanden ist“, Beigeordneter Klencz) und die Mutter Courage, die „Gibts-nicht-gibts-nicht-Matta“ (Ahlers mit anfänglichen Wackelpudding-Knien und leise gerauntem Geständnis: „Bin nervös.“)

Zehn Jahre Markttreff. Was 1997 klein begann – wie so oft war der Spar-Rückzug der Stadt Impulsgeber für privates Engagement – ist heute montags und donnerstags parallel zum Wochenmarkt der große Hinmüsser und Hingeher im Stadtteil.

Ort der Kommunikation

„Ein Ort der Kommunikation“, pries ihn die stellvertretende Bürgermeisterin, Annette Droege-Middel in der gestrigen Feierstunde.

Hier sei der Zusammenhalt der Bürger nachhaltig gefördert worden. „Ein Dienstleistungsunternehmen“, lobte den Markttreff und sein Team Klaus Stallmann. Hier herrsche Parteien-freie Zone. Rot-Schwarz, Schwarz-Rot, zusammen mache das Markttreff.

Hans-Hermann Riegas und Ingeborg Becker, beide Mitbegründer der Einrichtung vor zehn Jahren, klappten die Geschichte hoch. „Damals haben wir zum Markttreff 15 Brötchen von der Bäckerei van Elst geholt, heute werden bis zu 100 gebracht“: Ingeborg Becker wusch die strahlend weiße Wäsche der Anekdoten.

Stadtteilkultur

Der Markttreff, so Riegas, sei heute wichtiger Teil der Stadtteilkultur. Unverzichtbar. Unersetzbar. Unwiederholbar. Martha Ahlers, die „Mutter der Markttreff-Kompanie“, die sich die Vorsilbe „un“ vor dem Wörtchen „möglich“ als Feind ausgeguckt hat, die kein Das-gibts-nicht kennt, bedankte sich artig und ein bisschen ergriffen für die vielen schönen Worte und Geschenke.

Beigeordneter Günter Klencz fütterte die Reporter-Ohren schon beim Betreten des Saales mit Markttreff-Hochachtung. „Typische Brambauer Institution, deren soziale Bedeutung man gar nicht hoch genug werten kann.“

Hier, im Themen-Eintopf Gott, die Welt, Nachbars Wauwau, Tante Friedas Wehweh, der kleine BVB und die großen Fragen des Seins auf den Tisch kommen, ist Brambauer in sich zuhause.

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