Libyen-Konferenz: Polizei sperrt Teile des Berliners Regierungsviertels

Gipfeltreffen

Höchste Alarmstufe in der Bundeshauptstadt: Am Sonntag treffen sich internationale Staatschefs und Minister zur Friedenskonferenz für Libyen. So wird das Berliner Regierungsviertel zur Festung.

Berlin

19.01.2020, 12:37 Uhr / Lesedauer: 1 min
Libyen-Konferenz: Polizei sperrt Teile des Berliners Regierungsviertels

Polizeibeamte sichern das Regierungsviertel und das Bundeskanzleramt während der Libyen-Konferenz. © Kay Nietfeld/dpa

Wegen der Libyen-Friedenskonferenz sind Teile des Berliner Regierungsviertels am Sonntag abgeriegelt worden.

Verkehrseinschränkungen im Zentrum Berlins

Die Verkehrseinschränkungen sollten sich aber auf das Zentrum beschränken, wie ein Polizeisprecher am Morgen mitteilte.

Nach dpa-Informationen war am Morgen bereits die Ebertstraße zwischen Potsdamer Platz und Brandenburger Tor gesperrt, auch das Holocaust-Denkmal wurde abgeriegelt. An vielen Stellen standen Polizisten mit Maschinenpistolen.

Auch der Pariser Platz mit französischer und US-amerikanischer Botschaft war nur eingeschränkt zugänglich. Vor dem Hotel Adlon wurde mit Spiegeln unter die Fahrzeuge der Diplomaten geschaut, auch Spürhunde wurden eingesetzt.

Bewachte Hotels und Botschaften

Die Polizei bewacht Hotels und Botschaften, in denen die Staatsgäste absteigen. Scharfschützen der Polizei postierten sich auf umliegenden Dächern. Auf der Spree ist die Wasserschutzpolizei mit Booten präsent, im Regierungsviertel sind Brücken über den Fluss gesperrt. Mehrere Tausend Polizisten sind am Wochenende zusätzlich im Einsatz.

Zur Friedenskonferenz von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) werden Vertreter aus mehr als zehn Ländern erwartet, darunter der US-Außenminister Mike Pompeo, der russische Staatschef Wladimir Putin und sein Außenminister Sergej Lawrow, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan.

Die Bundesregierung erhofft sich von dem Gipfeltreffen Fortschritte auf dem Weg zu einer Friedenslösung im nordafrikanischen Libyen.

RND/cle/dpa