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Was tun bei Misshandlung von Kindern?

Workshops

Wie können Erzieherinnen in Kindertageseinrichtungen erkennen, dass das Wohl eines Kindes in dessen Elternhaus gefährdet ist, und was ist in solchen Fällen zu tun? – Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigt sich eine Reihe von Workshops, die das Kreisjugendamt für die Kommunen ins Leben gerufen hat: Auftakt war jetzt in Heek.

HEEK/LEGDEN

12.05.2011
Was tun bei Misshandlung von Kindern?

Die Vertreter von 15 Kindertageseinrichtungen aus Heek, Ledgen und Schöppingen tauschten sich mit dem Sozialen Dienst des Kreisjugendamts aus.

Träger von 15 Kindertageseinrichtungen aus Heek, Ledgen und Schöppingen setzen sich zusammen mit Fachkräften für Kinderschutz vom Kreisjugendamt im Haus Hugenroth auf der Burg Nienborg an einen Tisch. Dort wurde über eines der sensibelsten Themen der Kinderbetreuung informiert und sich ausgetauscht: Dem richtigen Verhalten bei Hinweisen auf mögliche Kindeswohlgefährdung.

„Klare Abläufe, schnelles Handeln und eine direkte Kommunikation“, so Norbert Wiemer vom Kreisjugendamt, „sind besonders bei einem heiklen Thema wie diesem sehr wichtig.“ Speziell geschulte und erfahrene Fachkräfte, die für Verdachtsfälle auf Kindesmisshandlung sensibilisiert sind, seien daher in jeder Einrichtung für Kinder- und Jugendarbeit unentbehrlich. „Zum Wohl des Kindes arbeiten wir gemeinschaftlich zusammen“, so Wiemer. Vorurteile könnten so erst gar nicht aufkommen und sollten durch gezielte Hilfeleistung und Unterstützung seitens des Kreisjugendamts ersetzt werden. Zum Auftakt der noch sieben folgenden Veranstaltungen im Kreis sollten in Heek offene Fragen des Kinderschutzes geklärt werden: Was macht das Jugendamt genau bei Meldungen wegen Kindesmisshandlung? Wann ist die Schwelle zwischen „harscher Erziehung“ und Kindesmisshandlung überschritten? Da der Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung nicht nur bei den Jugendämtern, sondern ebenso bei allen Einrichtungen und Diensten liegt, die Kinder- und Jugendhilfe erbringen, ist schon im Jahr 2008 eine Vereinbarung zum Umgang mit Fragen des Kinderschutzes und Hinweisen auf mögliche Kindeswohlgefährdung getroffen worden. Diese soll vor allem „die Entwicklung und Erziehung zur eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit“ fördern.

Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kindertagesstätten soll durch die Vereinbarung Sicherheit in diesem Problemfeld vermittelt werden. Um alle Aspekte der Workshops berücksichtigen zu können, ist ein abschließendes Resumee mit festen Ergebnissen geplant.

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