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LEADER-Kulturlandschaft jetzt mit Leben füllen

Ahaus, Heek, Legden

Ein paar Monate ist es nun her, dass die Gemeinden Ahaus, Heek und Legden als Teilnehmer-Region im EU-Förderprogramm LEADER den Zuschlag erhielten. Seitdem ist hinter den Kulissen bereits viel Organisatorisches auf den Weg gebracht worden. Jetzt soll es „in die Vollen“ gehen.

AHAUS/HEEK/LEGDEN

18.05.2011
LEADER-Kulturlandschaft jetzt mit Leben füllen

Der Vorstand der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) »Kulturlandschaft Ahaus Heek Legden« mit Vorsitzendem Friedhelm Kleweken (2.v.r.).

Eine Lokale Aktionsgruppe „Kulturlandschaft Ahaus Heek Legden“ ist bereits gegründet, ein Vorstand benannt und jüngst das Regionalmanagement für die Betreuung der LEADER-Aktivitäten bestimmt worden. Nach dieser zunächst rein formalen Phase kann nun in die Inhalte eingestiegen werden. „Das Förderinstrument LEADER hat klare Vorgaben bezüglich der Strukturen, die wir zunächst zu schaffen hatten“, betont LAG-Vorsitzender Friedhelm Kleweken, zugleich Bürgermeister der Gemeinde Legden. So ist durch die Lokale Aktionsgruppe, der neben den drei Kommunen auch die Verkehrsvereine, Heimatvereine und Landwirtschaftsverbände angehören, sichergestellt, dass Vertreter aller für die Zukunft der Drei-Kommunen-Region relevanten Themenfelder mit einbezogen sind. Der Vorstand der LAG ist für die Lenkung der regionalen Aktivitäten und die Beschlüsse über Förderprojekte ein wichtiges Gremium und besteht ebenfalls sowohl aus kommunalen als auch aus privaten Vertretern. Das Regionalmanagement schließlich ist für die Organisation und Umsetzungsbetreuung aller Aktivitäten und Maßnahmen in Sachen LEADER zuständig.

Hierfür wurde nun das Büro planinvent mit Geschäftsführer Dr. Frank Bröckling aus Münster ausgewählt, das bereits die Bewerbung von Ahaus, Heek und Legden als LEADER-Region erfolgreich erstellt hat und sich so bestens in der Region und auskennt. Die Lokal Aktionsgruppe möchte in den kommenden Monaten und Jahren zahlreiche Projekte und Maßnahmen in der LEADER-Region umsetzen. Viele Ideen dafür gibt es bereits, sie wurden entwickelt in der Bewerbungsphase. Aber auch neue Projekte sollen angegangen werden. Zu den ersten Maßnahmen zählen die Schaffung eines regionalen Flächenmanagements für alle LEADER-Ortslagen, um dem demographischen Wandel zu begegnen und eine Wiederbelebung der Ortskerne erreichen zu können, die „Mühlentour“, eine Wegestrecke, die mehrere Mühlen in der Kulturlandschaft verbindet und für Naherholung und Tourismus in Wert gesetzt werden soll sowie die Zusammenstellung einer Big Band mit jugendlichen Mitgliedern aus der Region.

Auch verschiedene lokal verankerte Maßnahmen werden von der Lokalen Aktionsgruppe auf den Weg gebracht: So sollen in Asbeck beispielsweise Dorfteich und Dorfplatz umgestaltet, in Heek der Bildstock an der Brinkstraße erneuert oder in Wüllen die Dorfmitte aufgewertet und belebt werden. Für viele dieser Maßnahmen kann mit attraktiven Förderungen gerechnet werden – ein Resultat der erfolgreichen LEADER-Bewerbung der drei Kommunen. Bei der Umsetzung der Vorhaben wird auch die Einbeziehung der Bürger aus der Region groß geschrieben: Nach den Sommerferien beginnt der öffentliche Kick-Off mit einer großen Auftaktveranstaltung, thematischen Arbeitskreisen, dem Start einer LEADER-Webseite und vielem mehr. „LEADER ist keine Verwaltungs-Sache“, sagt Regionalmanager Dr. Frank Bröckling, „sondern soll von den Akteuren aus der Region getragen werden, also von denjenigen, die die Kulturlandschaft Ahaus, Heek, Legden ganz entscheidend prägen.“

Da andere LEADER-Regionen in NRW bereits seit 2008 den Zuschlag haben, heißé es nun allerdings, keine Zeit zu verlieren, denn 2013 endet die gegenwärtige Förderperiode: „Wir haben jetzt noch etwa zweieinhalb Jahre Zeit, uns als LEADER-Region zu bewähren“, so Bröckling. „Und diese Zeit wollen wir nutzen, um in unserer Kulturlandschaft so viel wie möglich zu bewegen und die Region nachhaltig zu stärken. Ich bin überzeugt, dass uns hier einiges gelingen wird!“