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Großer Bahnhof für Pater Tappe

Verabschiedung des Pfarrer

„Und bis wir uns wiedersehen, halte Gott dich fest in seiner Hand“: Mit diesem bekannten irischen Segensgruß unter der Leitung des Kirchenchores endete am Sonntag die Abschiedsfeier von Pastor Karl Tappe im Dormitorium in Asbeck. Viele Asbecker, ob jung oder alt, nutzten nach dem feierlichen Gottesdienst die Gelegenheit, sich persönlich von Tappe zu verabschieden – und es floss dabei so manche Träne.

ASBECK

von von Maria Pier-Bohne

, 16.05.2011
Großer Bahnhof für Pater Tappe

Auch die Kleinsten der Gemeinde ließen es sich nicht nehmen, »ihrem« Pastor Lebewohl zu sagen.

Zuvor verabschiedete sich Pastor Tappe im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes offiziell von der Glaubensgemeinde, deren Mitglieder in großer Zahl erschienen waren. In den Verabschiedungsworten der einzelnen Gremien wurde deutlich, was Pastor Tappe in den zurückliegenden Jahren für die Pfarrgemeinde St. Margareta umgesetzt hatte. Er ließ das Pfarrhaus instand setzen, richtete ein Pfarrbüro ein und baute eine Wohnung im Obergeschoss aus.

„Des Weiteren ließ Tappe im Rahmen eines großen Sanierungsprojektes die Pfarrkirche innen wie außen gründlich sanieren, die Fenster, der Taufstein und die Orgel wurden ebenfalls restauriert“, so Matthias Kersting als Pfarrgemeinderatsmitglied. Ein besonderes Anliegen Tappes waren die Um- und Erweiterungsbauten am Kindergarten, ergänzte Kersting. „Ich komme öfter vorbei, damit die Wurzeln nicht absterben“, äußerte Tappe unlängst zu seinem Weggang in einem Gottesdienst. „Die Tür nach Asbeck bleibt für Sie stets geöffnet, und ich wage zu behaupten, wenn Sie anrufen und Asbeck besuchen möchten, steht fünf Stunden später ein Privattaxi in St. Wendel vor der Tür, um Sie nach Asbeck zu holen“, mutmaßte Kersting und erntete damit viel Beifall. Pastor Christian Dieker bedankte sich mit einem Korb guter Gaben aus Legden und Asbeck für das Einleben in seiner neuen Heimat in Sankt Wendel im Saarland. Dieser Ort ist für die Seniorengemeinschaft und dem Heimatverein bereits das diesjährige Ziel ihrer jeweiligen Jahresfahrt, um Pastor Tappe dort zu besuchen. „In vielen Bereichen arbeiten Kirche und Kommune eng zusammen, deshalb sei die gute Zusammenarbeit beider Einrichtungen von großer Bedeutung“, so Bürgermeister Friedhelm Kleweken. „Wir sind unendlich traurig weil Sie gehen, – gehen müssen – und wir nichts dagegen tun konnten, wir fügen uns, wie auch Sie sich als Ordensmann fügen“, so Maria Pier-Bohne stellvertretend für alle Asbecker Vereine. Mit seinem starken Charisma, seiner Liebe zu den Menschen, besonders zu den Kindern und Senioren, seiner Weltnähe und seiner Glaubenskraft war er den Asbeckern in all den Jahren stets ein starker Halt. „Schmerzlich werden wir Ihre richtungweisenden, passgenauen und wohltuenden Worte, besonders in Grenzsituationen des Lebens wie Beerdigungen, aber auch bei feierlichen Anlässen vermissen“, zitierte Pier-Bohne die Vereine.

Tappe tat seinen Dienst in Zeiten gewaltiger gesellschaftlicher Umbrüche, immer mit dem Rücken zur Wand, wie er selber sagte. Er war ein Glückstreffer für die Asbecker und setzte mit seinem beispielgebenden Wirken einen Meilenstein für die Asbecker Pfarrgemeinde. So waren sich letztendlich alle einig: „Das Beste was Asbecker passieren konnte, war: „Karl Tappe 23 Jahre lang als Pfarrer in Asbeck haben zu dürfen“. In St. Wendeln wird Tappe eine neue Aufgabe für seine Mitbrüder übernehmen, so der Provinzial Bernd Werle, der den Verabschiedungsgottesdienst mit gestaltete. 

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