Leben und chatten im eigenen Käfig

Spannendes Jugendstück "Hikikomori" im Theater

Ein Zimmer. Vier Quadratmeter klein. Eingesperrt. Kein Kontakt zu Mitmenschen. Für dieses Leben, das sich wie ein Albtraum anhört, haben sich Hikikomori freiwillig entschieden.

27.01.2012, 10:27 Uhr / Lesedauer: 1 min
H (Ronny Miersch) hat sich freiwillig für den Albtraum entschieden. Eine Szene aus »Hikikomori« mit dem Jungen Schauspielhaus Bochum

H (Ronny Miersch) hat sich freiwillig für den Albtraum entschieden. Eine Szene aus »Hikikomori« mit dem Jungen Schauspielhaus Bochum

Hikikomori (zu deutsch: „sich einschließen“) nennen die Japaner Menschen, die sich über Monate abschotten und den Kontakt zu ihren Mitmenschen abbrechen. Ist es eine Krankheit oder ein Protest gegen die verqueren Erwartungen der Gesellschaft? Holger Schobers Stück „Hikikomori“ versucht, diese Fragen zu beantworten. Am Mittwoch, 1. Februar, ist es ab 19 Uhr auf der Studiobühne im Marler Theater zu sehen. Martina van Boxen hat es mit dem jungen Schauspielhaus Bochum inszeniert.Die Welt klarer sehen „Hikikomori“ porträtiert einen jungen Menschen in einer achtjährigen Isolation. „Es ist unheimlich, wie lebhaft und glaubhaft Ronny Miersch die Rolle des H verkörpert, verloren in der Einsamkeit, doch unfähig sich und sein Zimmer zu öffnen“, schrieben Kritiker.  

Karten gibt es im i-Punkt Marler Stern, Telefon 0 23 65 / 99 43 10,
oder online unter
oder an der Abendkasse eine Stunde vor Vorstellungsbeginn.