Laschet beharrt auf Brückenlockdown: „Brauchen große Kraftanstrengung“

Coronavirus

NRW-Ministerpräsident Laschet bleibt trotz aller Kritik bei seinem Plan eines „Brückenlockdowns“. Darauf wolle er im Gespräch mit Bund und Ländern pochen, betonte er am Mittwoch (7.4.).

NRW

, 07.04.2021, 11:42 Uhr / Lesedauer: 1 min
Armin Laschet, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, hat in dieser Woche  den „Brückenlockdown“ berühmt gemacht.

Armin Laschet, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, hat in dieser Woche den „Brückenlockdown“ berühmt gemacht. © picture alliance/dpa

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat am Mittwochvormittag in Schwelm (Ennepe-Ruhr-Kreis) seine Idee vom viel zitierten und viel kritisierten „Brückenlockdown“ bekräftigt: „Wir brauchen eine große nationale Kraftanstrengung“, sagt er in einem live gestreamten Pressegespräch. Den Kampf gegen die Pandemie könne nicht jedes Bundesland für sich regeln. „Ansonsten ziehen wir in NRW die Notbremse, wie wir das gerade schon tun“, so Laschet

„Schutzmauer für Über-80-Jährige steht“

Man stelle anhand der Infektionszahlen deutlich fest, „dass die Schutzmauer um die Über-80-Jährigen steht. Aber wir bekommen viel mehr Jüngere in die Krankenhäuser“. Wichtig sei deshalb: „Es ist nun die entscheidende Phase der Pandemie. Wir brauchen Tempo beim Impfen, aber auch Vorsicht auf den letzten Metern, die wir nun zu gehen haben.“

Bis zum Beginn der Sommerferien, kündigte Laschet an, wolle man in NRW die Hälfte alle Bürger erstmals geimpft haben. Die Ferien beginnen am 5. Juli. Er skizzierte dabei, dass man für die erste Million Menschen zwei Monate gebraucht habe, und dass die Geschwindigkeit nun durch den Start der Hausärzte stark zulegen würde.

„Wir merken aber, die Intensivstationen füllen sich wieder. Wir brauchen darum eine Brücke in diese Zeit“, so Laschet. „Die Perspektive, schnell aus der Pandemie zu kommen, geht besser, wenn wir uns nun noch mal schnell und hart zusammenraufen. Damit wir nicht diese Hangelei haben von Lockdown, wieder zurückgenommen, Lockdown, wieder zurückgenommen. Wir müssen mit den Zahlen runter und mit dem Impfen schneller werden.“

Schulen: Testen zweimal die Woche für alle

Zu den Schulen, die am Montag in NRW wieder aus den Osterferien zurückkehren, sagte der Ministerpräsident, der auch als Kanzlerkandidat der Union gehandelt wird: „Schule kann nur öffnen, wenn das Testen zweimal die Woche in den Schulen funktioniert. Das besprechen heute alle Kultusminister aller Bundesländer, und dann werden wir gemeinsame Lösungen finden.“

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