Langzeitarbeitslose werden erfolgreich von der Gemeinde betreut

Hartz IV

NORDKIRCHEN Die Umsetzung der Hartz IV-Reform ist wieder einmal massiv in die Kritik geraten. Zahlreiche Bescheide mussten korrigiert werden. Nicht so in Nordkirchen und im Kreis Coesfeld. Denn der Kreis gehört zu wenigen Optionskommunen, in denen die Langzeitarbeitslosen nur von der Kommune betreut werden.

von Von Matthias Münch

, 12.01.2010, 16:49 Uhr / Lesedauer: 1 min
Sozialamtsleiter Bernd Tönning.

Sozialamtsleiter Bernd Tönning.

Hier gibt es in den Zentren für Arbeit Hilfeleistungen, Arbeitsvermittlung und Qualifizierungsmaßnahmen unter einem Dach.

Erfolgreiches ModellDas ist offenbar erfolgreicher. Denn in Nordkirchen musste bisher noch kein einziger Hartz IV-Bescheid aus 2009 korrigiert werden, wie Sozialamtsleiter Bernd Tönning erklärte. Rund 150 Bedarfsgemeinschaften mit rund 260 Personen betreute die Gemeinde im Jahr 2009. Gegen die Bescheide gingen 14 Widersprüche ein.

Von denen wurden vier später zurückgezogen. In vier weiteren Fällen wurde die Rechtsauffassung der Gemeinde vom Kreis bestätigt, der Widerspruch somit abgelehnt. Drei Anlehnung wurden akzeptiert. In einem Fall klagte der Antragsteller. Doch das Sozialgericht gab der Gemeinde Recht.Keine Fehlerquote

Sechs der 14 Widersprüche sind laut Bernd Tönning noch offen. Sie werden derzeit beim Kreis bearbeitet. Die Fehlerquote bei den Hartz IV-Bescheiden liegt in der Schlossgemeinde für 2009 also noch bei Null. Diesen gravierenden Unterschied zu den bundesweiten Zahlen der ARGEn führt Bernd Tönning auf das Personal zurück: "Bei uns sind nur gut geschulte Fachkräfte mit der Materie befasst." 

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