Landrat Kai Zwicker äußert sich zur Schließung der Geburtshilfe in Borken

dzMarienhospital Borken

Zur Schließung der Geburtshilfe im Borkener Krankenhaus nimmt Landrat Dr. Kai Zwicker Stellung. Er verweist vor allem auf die Verunsicherung in der Bevölkerung und in der Politik.

von Christiane Göke

Borken

, 03.01.2020, 07:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der Landrat des Kreises Borken, Dr. Kai Zwicker, hat sich zur Schließung der Geburtshilfe geäußert. In seiner Stellungnahme weist er vor allem auf die Verunsicherung sowohl in der Bevölkerung als auch unter den Politikern hin. Diese sei auch durch die anderen Pläne des Klinikums Westmünsterland und der fehlenden Haus- und Fachärzte gewachsen.

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Zwicker macht in seiner Stellungnahme, die er an den NRW-Minister Karl-Josef Laumann und die Regierungspräsidentin Dorothee Feller gerichtet hat, deutlich, dass sich der Kreis Borken ebenso wie die anderen Kreise rund um die Stadt Münster weiter entwickeln und die Bevölkerung wächst. Daher gehöre neben einer guten Mobilität, Bildung und Arbeit auch die soziale Daseinsvorsorge dazu.

Bedingungen als „Reißbrett“

„Ich habe allerdings die Sorge, dass in der breiten Bevölkerung eher der Eindruck entsteht, dass die Politik die landes- und bundesweiten Rahmenbedingungen eher als „Reißbrett“ für örtliche und regionale Planungsprozesse setzt und dabei die spezifischen örtlichen Gegebenheiten und Erfahrungen vernachlässigt“. Dadurch bleibe am Ende der Eindruck, dass der ländliche Raum gegenüber den Städten benachteiligt werde.

Bereits im November 2019 wurde eine Online-Petition verfasst, die das Ziel hat, die Geburtshilfestation in Borken zu erhalten. Diese wurde mittlerweile von mehr als 4900 Menschen unterzeichnet (Stand 1. Januar 2020). Hier geht es zur Online-Petition.

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