Landesamt bestätigt zweiten Wolf bei Schermbeck

Wolfsgebiet Schermbeck

Jetzt ist es offiziell: Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (Lanuv) bestätigt, dass es neben Wölfin Gloria einen zweiten Wolf gibt, dem erbeutete Tiere zugeordnet werden können.

Raesfeld

09.09.2020, 18:33 Uhr / Lesedauer: 1 min
Neben Wolfin Gloria gibt es im Raum Hünxe/Schermbeck einen zweiten, ansässigen Wolf.

Neben Wolfin Gloria gibt es im Raum Hünxe/Schermbeck einen zweiten, ansässigen Wolf. © pd

Neben der ortstreuen Wölfin GW954f hat das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (Lanuv) im April das Vorkommen eines weiteren männlichen Wolfes mit der Kennung GW1587m im Wolfsgebiet Schermbeck bestätigt.

Seither sei dieser Wolf auch in den vergangenen Monaten durch mehrere Losungsfunde im Gebiet nachgewiesen worden, teilt die Behörde mit. Wie aktuelle genetische Untersuchungen des Forschungsinstituts Senckenberg belegen, kann auch das Erbeuten von zwei Hirschkälbern am 14. Juli dem Wolf GW1587m zugeordnet werden.

Schafe in Bottrop gerissen

Die Wölfin GW954f (Gloria) wurde zuletzt am 30. Juli an gerissenen Schafen in Bottrop identifiziert. Damit stehe nun nach bundesweit abgestimmten Monitoringstandards fest, dass sich im Wolfsgebiet Schermbeck zwei Wölfe dauerhaft aufhalten, so das Lanuv.

Ergänzendes Verfahren

Darüber hinaus weist das Landesumweltministerium darauf hin, dass es ergänzende Verfahren zur amtlichen Beweissicherung etablieren will, um eventuell erforderliche rechtliche Fragestellungen rechtssicher beurteilen zu können. „Im engen Dialog mit allen Betroffenen und Beteiligten, den Experten des Lanuv und den vor Ort zuständigen Behörden bemühen wir uns nach Kräften, die Ansprüche der Bevölkerung in der Region bestmöglich zu erfüllen und das Leben mit dem Wolf zu managen“, erklärt Landesumweltministerin Ursula Heinen-Esser.

Infos zu möglichen Förderungen geben die Bezirksregierungen. Auch die Landwirtschaftskammer NRW bietet eine Beratung zum Herdenschutz an.

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