Kurzarbeit: Bundesagentur für Arbeit rechnet 2020 mit Kosten von 30 Milliarden Euro

Coronavirus

Die Bundesagentur für Arbeit rechnet 2020 mit Kosten von 30 Milliarden Euro für Kurzarbeit. Bis jetzt sind 2,5 Milliarden Euro ausgezahlt. Unklar ist, ob die Rücklagen ausreichen.

Berlin

24.05.2020, 18:16 Uhr / Lesedauer: 1 min
Viele Unternehmen haben bis jetzt noch nicht abgerechnet, weswegen die Kosten für Kurzarbeit 2020 noch deutlich steigen könnte.

Viele Unternehmen haben bis jetzt noch nicht abgerechnet, weswegen die Kosten für Kurzarbeit 2020 noch deutlich steigen könnte. © picture alliance/dpa

Bis zum Ende des Jahres könnten laut Bundesagentur für Arbeit die Kosten für Kurzarbeit mehr als 30 Milliarden Euro betragen. "Der Bund müsste dann aushelfen", sagte BA-Chef Detlef Scheele dem "Tagesspiegel" (Montag).

Ausgezahlt habe die BA bislang zwar lediglich 2,5 Milliarden Euro an Kurzarbeitergeld. Dies liege allerdings daran, dass viele Unternehmen noch nicht abgerechnet hätten.

Unklar, ob die Rücklagen ausreichen

Insgesamt ist in der Corona-Krise für mehr als zehn Millionen Beschäftigte in Deutschland Kurzarbeit angemeldet worden. Die Nürnberger Behörde geht aber davon aus, dass am Ende nicht alle Personen, für die ein Antrag gestellt wurde, tatsächlich Kurzarbeitergeld in Anspruch nehmen.

Zwar hat die BA derzeit Rücklagen in Milliardenhöhe - ob diese jedoch ausreichen, um die Folgen der Corona-Pandemie für den Arbeitsmarkt abzufedern, ist ungewiss.

RND/dpa