Kunst von Antonius Höckelmann „im Bann der Linie“

Ausstellung

„Im Bann der Linie“ heißt die Ausstellung, die vom 27. September bis 16. Dezember 2020 in der Kunsthalle Hense zu sehen ist. Gezeigt werden Arbeiten von Antonius Höckelmann.

Gescher

17.09.2020, 17:10 Uhr / Lesedauer: 1 min
Auch dieses Werk von Antonius Höckelmann – „Frau mit Totenkopf“ – wird bald in der Kunsthalle Hense gezeigt. Die Einzelausstellung wird am 27. September eröffnet und stützt sich auf die umfangreiche Sammlung an Höckelmann-Werken der Familie Huskamp.

Auch dieses Werk von Antonius Höckelmann – „Frau mit Totenkopf“ – wird bald in der Kunsthalle Hense gezeigt. Die Einzelausstellung wird am 27. September eröffnet und stützt sich auf die umfangreiche Sammlung an Höckelmann-Werken der Familie Huskamp. © SYSTEM

Die Arbeiten von Antonius Höckelmann sind eine Herausforderung. Erscheinen sie auf den ersten Blick roh, ungezügelt, wild und spontan, sind sie in Wirklichkeit stets kontrolliert, konzentriert und liebevoll geformt, gemalt und gezeichnet.

Überbordender Kosmos

Dynamische Linien und wuchernde Formen zeigen einen überbordenden Kosmos individueller, rätselhafter Bildwelten, in denen offene Formen und Figurationen formal gebunden und zu dichten Kompositionen verwoben werden. Schraffierte Schwellformen und Oberflächen setzen plastische Energien frei und ermöglichen dem ausgebildeten Holzbildhauer Höckelmann, die körperliche und voluminöse Dreidimensionalität seiner Plastiken auf Blätter und Leinwände zu übertragen.

Titel wie „Judith und Holofernes“ oder „Gelber Akt“ weisen Höckelmann als Kenner von Kunstgeschichte und Mythologie aus und bestimmen seine Themen, während Stilelemente des Barock, des Informel und der Jungen Wilden seine Formensprache prägen.

Großer Künstler zu unrecht vergessen

Hier zeigt sich das ganze Können Höckelmanns, der zu Recht zu den ganz großen Künstlern Deutschlands gehört und zu Unrecht vergessen wurde: er schafft Verbindungen innerhalb und außerhalb der Kunst.

„Der Akt des Schauens löst beim Betrachter einen dynamischen Prozess aus, der zu einer aktiven und persönlichen Auseinandersetzung und Interpretation einlädt und anregt“, heißt es in der Ankündigung. Gegenständlichkeit und Abstraktion befruchteten und formten sich gegenseitig. Niemals verliere Höckelmann den Überblick. Die Intensität seiner Bildsprache sei „persönlich, hingebungsvoll, unverwechselbar und zeitlos“.

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