Künstler Ulrich Kuhlmann kauft ehemalige Gaststätte und vollendet Großskulptur

dzKunst

Nur etwas mehr als einen Steinwurf von der Gemeindegrenze zu Südlohn entfernt richtet sich der Künstler Ulrich Kuhlmann ein neues Zuhause ein. Gerade hat er eine Großskulptur fertiggestellt.

von Lars Johannkrone, pd

Ramsdorf

, 21.10.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wenn heute (21.10.2020) der Emsdeichskulpturenweg eröffnet wird, dann gehört auch eine Großskulptur von Ulrich Kuhlmann zu den Exponaten an dem Weg. „Webzylinder“ lautet ihr Name.

Der Emsdeich in Greven ist heute ein Ort, an dem die Menschen wandern, Rad fahren, Erholung finden. Auf einer Länge von 2,5 Kilometern entstehen zwischen den beiden Emsbrücken Skulpturen von Künstlerinnen und Künstlern, die gestalterisch auf die Frage antworten: Was hat die Ems mit Greven gemacht?
Die Skulptur besteht aus Corten-Stahl und hat eine Höhe von fünf Metern. Ähnlich wie beim Entwurf für die Kreisverkehrsgestaltung in Borken hat Kuhlmann das Weben als Thema gewählt.

Auch in Südlohn hat Kuhlmann einen Kreisverkehr mit einer großen Stahl-Skulptur ausgestattet. Von seinem neuen Heim aus kann Kuhlmann seine Arbeit an der Ramsdorfer Straße problemlos mit bloßem Auge sehen.

Lebendig und bewegt

Die neue Skulptur am Emsdeichskulpturenweg vollzieht den Prozess des Rundwebens künstlerisch nach. Der gewebte Stahl erscheint leicht und bewegt, ist aber gerade durch das Weben ein äußerst stabiles Werk.

Es soll am Emsdeich eine Wegmarke zum künstlerischen Betrachten setzen. Das Kunstwerk zeigt, dass durch das Zusammenwirken Einzelner ein stabiles Ganzes entstehen kann. Obwohl es fest und stabil ist, wirkt es lebendig und bewegt.

Ehemalige Gaststätte Schütte gekauft - Sanierung läuft

Das Künstler-Ehepaar Jill und Ulrich Kuhlmann haben übrigens gerade ein weiteres Großprojekt: Sie haben die ehemalige Gaststätte Schütte an der Südlohner Straße an der Ramsdorfer Ortsgrenze zu Südlohn gekauft und sind gerade dabei, das Gebäude zu sanieren. Eine spannende Arbeit sei das, weil immer wieder Überraschungen zu Tage träten, berichten die Künstler.

Jill und Ulrich Kuhlmann haben die ehemalige Gaststätte Schütte in Holthausen gekauft. Die beiden Künstler bauen sie zu ihrem Wohnhaus um.

Jill und Ulrich Kuhlmann haben die ehemalige Gaststätte Schütte in Holthausen gekauft. Die beiden Künstler bauen sie zu ihrem Wohnhaus um. © Lars Johann-Krone

Vor fast zwei Jahren, am 30. September 2018, hat Hildegard Schütte die letzten Gäste in der gleichnamigen Gaststätte an der Südlohner Straße begrüßt. Nach 52 Jahren schloss sie den Betrieb. Das Haus stand zum Verkauf.

Der ehemalige Schankraum der Gaststätte soll künftig Küche und Esszimmer der Familie sein. Der Raum, in dem kleine Gesellschaften feiern konnten, soll das Wohnzimmer werden. Im Dachgeschoss sollen dann die Schlafräume entstehen.

Auf dem rund 7000 Quadratmeter großen Gelände, das zum ehemaligen Bauernhof gehört, stehen noch ehemalige Ställe. „In denen werden wir künftig künstlerisch tätig sein“, sagt Ulrich Kuhlmann. Auf der Wiese zur Bundesstraße 525 hin möchte Ulrich Kuhlmann künftig einige seiner Skulpturen ausstellen.

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