Kreis Coesfeld hat in ganz NRW den niedrigsten Inzidenz-Wert

Inzidenz

So wenig Neuinfektion wie in keinem anderen Kreis in NRW hat es in den letzten sieben Tagen im Kreis Coesfeld gegeben. Die niedrige 7-Tages-Indzidenz hat große Bedeutung für mögliche Lockerungen.

Olfen, Nordkirchen, Herbern

, 04.03.2021, 11:25 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der Inzidenz-Wert im Kreis Coesfeld ist so niedrig wie nirgendwo anders in NRW.

Der Inzidenz-Wert im Kreis Coesfeld ist so niedrig wie nirgendwo anders in NRW. © dpa

Der Kreis Coesfeld hat in ganz NRW den niedrigsten Inzidenzwert. Das zeigt auch am Donnerstag (4. März) ein Blick auf die Tabelle des Robert-Koch-Instituts: 21,67 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner hat es im Landkreis in den vergangenen sieben Tagen gegeben - so wenig wie nirgendwo anders im Land Nordrhein-Westfalen. Selbst in der Stadt Münster, die lange Zeit das Inzidenz-Schlusslicht in NRW war, sind die Zahlen mittlerweile höher. Laut RKI liegt die 7-Tages-Indzidenz dort aktuell bei 34,25. Die Stadt Bielefeld kommt auf 28,32.

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Die niedrigen Werte im Kreis Coesfeld sind allerdings keine neue Entwicklung: Schon seit Januar liegt der Landkreis relativ konstant unter der Marke von 50 beziehungsweise sogar unter 35. Nach der noch geltenden Coronaschutzverordnung wären für den Kreis Coesfeld damit durchaus auch schon Lockerungen möglich gewesen: Im Paragraph 16, Absatz 3 steht: „Kreise und kreisfreie Städte, in denen die 7-Tages-Inzidenz nach den täglichen Veröffentlichungen des Landeszentrums Gesundheit an sieben aufeinanderfolgenden Tagen und mit einer sinkenden Tendenz unter dem Wert von 50 liegt, können im Einvernehmen mit dem Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales abstimmen, inwieweit Reduzierungen der in dieser Verordnung festgelegten Schutzmaßnahmen erfolgen können.“

Kommen jetzt direkt am Montag Lockerungen im Kreis Coesfeld?

Der Kreis Coesfeld hatte sich in der Vergangenheit allerdings - wie auch die Stadt Münster - trotz dieser Möglichkeit gegen Lockerungen entschieden. Grund war unter anderem das hohe Pendleraufkommen im Kreis. Im benachbarten Kreis Unna liegt der Inzidenzwert laut RKI beispielsweise derzeit bei 68,37 - also deutlich höher.

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Seit Mittwoch (3. März) ist die Lage wieder etwas anders als bisher. Bund und Länder haben geplante weitere Öffnungsschritte bekannt gegeben. Eine große Rolle sollen dabei die Inzidenzwerte spielen. Ab einer Inzidenz unter 35 wären dann beispielsweise auch Treffen von bis zu 10 Personen aus drei Haushalten erlaubt. Ab einer konstanten Inzidenz von unter 50 ist außerdem laut den Aussagen von Bund und Ländern am 3. März auch eine weitere Lockerung für den Einzelhandel, für Museen, Galerien oder Zoos möglich.

Kommt das nun alles ab dem 8. März im Kreis Coesfeld? Die Pressestelle des Kreises kann das am Donnerstagvormittag auf Nachfrage noch nicht genau sagen. Die Entscheidung sei noch nicht gefallen, die Beratungen laufen, sagte ein Sprecher der Redaktion. Von Ministerium kam außerdem die Nachricht, dass noch nicht klar sei, ob die Inzidenzzahlen des Landes oder die des Landkreises ausschlaggebend seien. „Die Umsetzung der Beschlüsse auf Landesebene befindet sich in Erarbeitung und wird in Kürze kommuniziert werden. Dies bleibt abzuwarten“, so ein Sprecher des NRW-Gesundheitsministeriums.

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