Kreis verbietet Wasserentnahme aus Berkel, Aa oder Dinkel

Trockenheit

Durch die anhaltende Trockenheit sinken die Pegel in den heimischen Flüssen und Bächen. Nun hat der Kreis Borken die Entnahme von Wasser daher neu geregelt.

Kreis Borken

06.08.2019, 16:41 Uhr / Lesedauer: 1 min
Kreis verbietet Wasserentnahme aus Berkel, Aa oder Dinkel

Der Kreis Borken hat nun die Wasserentnahme aus heimischen Flüssen und Bächen verboten. © Markus Schönherr

Die Kreisverwaltung Borken appelliert angesichts des zweiten trockenen Sommers in Folge an die Bürger, „schonend mit der Ressource Wasser umzugehen“. Wasserentnahmen aus Oberflächengewässern hätten eine „kritische Stufe“ erreicht, hieß es am Dienstag in einer Pressemitteilung.

Generell gilt laut Mitteilung: Aus den heimischen Fließgewässern der sogenannten zweiten Ordnung – das sind Berkel, Bocholter Aa, Dinkel und Issel – darf nur Wasser entnommen werden, wenn dafür eine Erlaubnis der zuständigen Wasserbehörde des Kreises Borken oder der Bezirksregierung Münster vorliegt.

Aufgrund der bereits lange anhaltenden Trockenheit seien die Pegelstände in diesen Flüssen inzwischen stark gesunken. Gleichzeitig werden zunehmend kleine Bäche und Gräben immer trockener. Vor diesem Hintergrund weist der Kreis Borken die Inhaber von Entnahme-Erlaubnissen darauf hin, dass sie nicht mehr Wasser aus diesen Gewässern entnehmen dürfen, wenn ein Mindestwasserstand unterschritten werde.

Zudem fordert der Kreis alle Gewässer-Anwohner auf, gegenwärtig kein Wasser mehr aus Bächen und Gräben zu entnehmen. „Die Natur und der Wasserhaushalt stehen zurzeit schwer unter Stress“, heißt es dazu aus den Fachbereichen im Kreishaus Borken.

Im Interesse einer nachhaltigen Wasserwirtschaft im Sinne des Wasserhaushaltsgesetzes und der europäischen Wasserrahmenrichtlinie richte sich der Aufruf der Behörde an alle Bürger im Kreisgebiet, weiterhin sorgsam mit Wasser umzugehen.

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